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Wichtige technische Hinweise

Abhilfen bei bestimmten Problemen

Der Systemkern von macOS Ventura kann NFS-Kommunikationsprobleme mit Betriebssystemen von Drittanbietern auslösen, wenn der Pufferspeicher größer als 64 KiB ist: Sobald macOS 13 oder höher versucht, Daten an NFS-Software eines anderen Betriebssystemtyps zu senden (insbesondere Unix-Systeme mit „System V“-artigem Verhalten), kann die Netzwerkverbindung fehlschlagen, wenn ein Zwischenspeicher größer als 65.536 Bytes in Senderichtung von macOS ausgehandelt wird. Dies kann sowohl Server- als auch Client-Funktionen betreffen. Zugriff auf der Klientenseite stoppt unerwartet oder ist von schweren Performance-Problemen betroffen.

Abhilfe: Dies ist ein bekanntes Problem mit dem Kernel von macOS 13 oder höher. Begrenzen Sie als Abhilfe den NFS-Pufferspeicher auf der Klientenseite für Kommunikation in Richtung des Nicht-macOS-Systems auf 65.536 Bytes. Wenn beispielsweise macOS als Server eingesetzt wird, fügen Sie die Option „rsize=65536“ dem Mount-Befehl des Client hinzu. Wenn macOS als Client verwendet wird, fügen Sie zu dessen Mount-Befehl „wsize=65536“ hinzu. Das letztere entspricht dem Einschalten der zusätzlichen Option Feineinstellungen (Klient) > Puffergröße zum Schreiben: 65536 in NFS Manager, entweder für den Client, für jede betroffene Verbindung, oder für jede betroffene Autoaktivierung.


Der Finder von macOS 12 oder höher beschädigt möglicherweise Metadaten wenn Objekte über eine NFS-Verbindung hinweg dargestellt werden: Falls Sie eine der Vorschaufunktionen des Finders eingeschaltet haben (z.B. die Vorschauspalte in Spaltenansicht), kann das Durchsuchen von Dateien über eine Verbindung zum einem NFS-Server möglicherweise den Eintrag für das Datum der letzten Änderung („mtime“) für jede in der Vorschau gezeigte Datei beschädigen. Der Eintrag wird auf das aktuelle Datum und Uhrzeit gesetzt. Neben anderen Effekten kann das erhebliche Probleme bezüglich Dateisynchronisation oder -Backup auf dem NFS-Dateiserver auslösen.

Abhilfe: Dies ist ein bekannter Defekt des Finders und es gibt keine andere Abhilfe, als die Finder-Vorschaufunktionen abzuschalten. Wir und andere Nutzer haben Apple über diesen kritischen Fehler informiert. Es ist im Moment unbekannt, ob oder wann dieser Defekt behoben wird.


Nach einem Upgrade von macOS 10.12 Sierra aus oder niedriger liest ein Client möglicherweise Dateien von NFSv4-Servern nicht mehr korrekt, die mit früheren Versionen von macOS, OS X oder Mac OS X angelegt wurden: Falls Sie ältere Versionen des Betriebssystems verwendet haben, um Macintosh-Dateien auf einem NFSv4-Server zu schreiben und die Server-Implementation unterstützt benannte Attribute und die Dateien verwenden Erweiterte Attribute oder Dateizweige (Forks), dann können diese Attribute und Forks nach einem Upgrade auf macOS 11 Big Sur vorübergehend unzugreifbar werden.

Abhilfe: Dies ist ein dokumentierter Strategiewechsel in Apples NFSv4-Klient seit macOS 10.13. Falls Sie weiterhin benannte Attribute über NFSv4 nutzen möchten, muss eine neue NFSv4-Mount-Option auf jedem Klienten eingeschaltet werden. Diese Option wird in NFS Manager Erweiterte Attribute und benannte Dateizweige (Forks) erzwingen falls von Server unterstützt genannt. Geben Sie für Apples Dokumentation den Befehl man 5 nfs im Terminal ein.


Wenn Sie den Aktivierungsort eines Automounts zur Seitenleiste des Finders hinzufügen, entfernt ihn der Finder möglicherweise: Falls Ihr System dazu eingerichtet ist, automatische NFS-Aktivierungen zu verwenden, zieht ein Benutzer möglicherweise den obersten Ordner eines automatisch aktivierten Dateisystems oder ein Objekt innerhalb dieser Hierarchie in den Abschnitt Favoriten der Seitenleiste eines Finder-Fensters. Auf diese Weise kann eine Autoaktivierung schnell angestoßen werden, ohne dass ein zusätzliches Alias-Objekt auf dem Schreibtisch verwendet werden muss. Allerdings kann der Finder solche Einträge in der Seitenleiste unerwartet verlieren.

Abhilfe: Dies ist ein bekanntes Problem des Finders. Wir hoffen, dass Apple dieses Problem in zukünftigen Versionen von macOS behebt. Eine mögliche Alternative besteht darin, einen Alias für den automatisch aktivierten Ordner anzulegen (entweder mit dem Finder oder mit der Funktion Schreibtischsymbol erstellen in NFS Manager) und diesen Alias in die Seitenleiste zu ziehen.


Manche Programme können Dateien von NFS-Servern nicht verarbeiten, wenn diese Dateien nicht mit dem identischen File-Server-Protokoll angelegt wurden: Wenn Sie eine Macintosh-Datei mit Erweiterten Attributen oder Forks auf einen NFS-Server ablegen, aber dabei ein anderes Protokoll verwenden (wie AFP oder SMB, oder einen anderen NFS-Standard wie NFSv3 gegenüber NFSv4, oder indem die Datei direkt auf dem Server erzeugt und auf die lokale Platte geschrieben wurde), kann es später Probleme geben, diese Datei mit NFS zu öffnen. Jedes Dateiserver-Protokoll verwendet unterschiedliche Methoden, Erweiterte Attribute zu verarbeiten. Diese Techniken sind miteinander nicht kompatibel, d.h. Sie können keine attributbehaftete Datei mit dem einem Protokoll schreiben und diese dann mit einem anderen Protokoll lesen.

Abhilfe: Sie sollten es vermeiden, verschiedene Dateiserver-Protokolle gleichzeitig zu verwenden, wenn Sie Macintosh-Dateien mit Erweiterten Attributen lesen und schreiben. Selbst wenn Sie ausschließlich NFS einsetzen, müssen Sie sicherstellen, entweder den gleichzeitigen Zugriff mit NFSv3 und NFSv4 zu verbieten, oder identische Optionen bezüglich der Nutzung benannter Attribute auf allen Clients zu erzwingen.


Server-Statistiken können leer sein: Falls Sie einen Mac mit macOS 12 oder höher als NFS-Server betreiben, können alle Statistikfunktionen des Servers unter bestimmten Umständen fehlschlagen. Die diesbezüglichen Tabellen und Übersichten in NFS Manager zeigen entweder nur die Warnung „Keine Daten verfügbar“ oder NFS Manager lässt den Statistikpunkt für die Server-Funktionen komplett weg. Programme für die Befehlszeile antworten mit der Meldung nfssvc failed: Operation not permitted.

Abhilfe: Dies ist ein bekannter Defekt in macOS 12 oder höher. Aufgrund von internen Sicherheitskonflikten ist macOS nicht in der Lage, NFS-Server-Statistiken aus dem eigenen Systemkern abfragen zu dürfen. Dies betrifft sowohl NFS Manager als auch alle Befehlszeilenprogramme auf der UNIX-Ebene. Es ist unbekannt, wann oder ob Apple dieses Problem beheben wird.