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Systemeinstellungen

Die Einstellungskarte System

Laufwerk

Ruhezustandszeitgeber für Festplatten

Fast alle Festplatten enthalten einen eingebauten Zeitgeber für den Ruhezustand, der dazu gedacht ist, den Spindelmotor abzuschalten und damit Energie zu sparen, wenn das Laufwerk eine bestimmte Zeit lang nicht genutzt wurde. OS X unterstützt eine simple ja/nein-Einstellung, um diese Ruhezustandsfunktion von Festplatten steuern zu können. Sie kann über die Wahlmöglichkeit Energie sparen > Wenn möglich, Ruhezustand für Festplatten aktivieren im Programm Systemeinstellungen kontrolliert werden. Das Einschalten dieser Funktion bewirkt, dass der Ruhezustandswecker jedes Festplattenlaufwerks auf 10 Minuten Inaktivität gestellt wird.

Laufwerke
Laufwerke

Mit TinkerTool System können Sie die eingebauten Zeitgeber der Festplatten genauer steuern, indem Sie den exakten Wert für die Zeit vorgeben. Zeitintervalle zwischen 1 Minute und 2 Stunden 59 Minuten können ausgewählt werden. Um die Ruhezustandszeit für alle Plattenlaufwerke zu ändern, führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Laufwerke auf der Einstellungskarte System.
  2. Ziehen Sie den Schieberegler Ruhezustand der Festplatten aktivieren wenn unbenutzt für auf den gewünschten Wert.
Aktivieren von Platten ohne Benutzersitzung

OS X verwendet die Strategie, externe Plattenlaufwerke wie entnehmbare Datenträger zu behandeln. Ähnlich wie bei der Handhabung einer CD, die vom aktuellen interaktiven Benutzer in ein Laufwerk eingelegt wird, wird der Benutzer, der in der vorderen grafischen Benutzersitzung angemeldet ist, auch als „Eigentümer“ aller externen Laufwerke angesehen. Dies hat zur Folge, dass die externen Laufwerke ausgeworfen werden und nicht mehr zugreifbar sind, wenn sich dieser Benutzer abmeldet. Darüberhinaus schalten sich die meisten Laufwerke in dieser Situation auch aus.

Diese Strategie ist in gewissen Fällen hinderlich, beispielsweise wenn Sie Ihren Computer als File-Server einsetzen und Sie Dateien auf externen Platten gemeinsam benutzen, die immer zugreifbar bleiben sollen, egal, ob sich ein Benutzer an der grafischen Konsole angemeldet hat oder nicht. Um dieses Vorgehen zu ändern, führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Laufwerke auf der Einstellungskarte System.
  2. Klicken Sie auf einen der beiden möglichen Punkte bei Automatisches Aktivieren externer Laufwerke.

Diese Auswahl bezieht sich auf alle Partitionen aller Festplattenlaufwerke, die OS X als „extern“ und im Besitz eines Benutzers befindlich ansieht.

Volumes

OS X verfolgt die Strategie, automatisch alle Plattenlaufwerke und deren Partitionen zu erkennen, die gegenwärtig am Computer angeschlossen sind, wobei diese aktiv gemacht und auf der Bedieneroberfläche angezeigt werden. Dies ist in gewissen Situationen nicht nützlich, z.B. wenn sich eine Windows-Partition auf Ihrem Computer befindet, die bei der Arbeit mit OS X nicht angezeigt werden soll, oder wenn Sie eine Sicherungskopie Ihrer Systempartition auf einem zweiten Laufwerk als Reserve vorhalten. Mithilfe von TinkerTool System können Sie OS X veranlassen, bestimmte Partitionen nicht mehr automatisch zu aktivieren. Eine zweite, davon unabhängige Auswahl erlaubt es Ihnen, zu bestimmen, ob das System die Ausführung von Programmen zulassen soll, die auf bestimmten Partitionen gespeichert sind. Diese Funktion kann hilfreich sein, wenn Sie „fremde“ Laufwerke an Ihren Computer anschließen, die Programme enthalten, die für andere Betriebssysteme geschrieben wurden und mit OS X nicht kompatibel sind. Sie können dann nicht mehr irrtümlich versuchen, die Programme auf solchen Laufwerken zu starten.

In beiden Fällen muss OS X eine Technik verwenden, sich zuverlässig auf jedes Laufwerk, bzw. jede Partition beziehen zu können. Dies wird über sogenannte universelle, einzigartige Bezeichner (Universal Unique Identifiers, UUIDs) realisiert. UUIDs sind z.B. eine Zeichenfolge wie 7F176A72–72B2–3D69–19FC–27ABBEFA662D, für die garantiert ist, dass sie auf jeder Partition jeder Platte der Welt nur ein einziges Mal vorkommt. Sie brauchen UUIDs nicht von Hand einzugeben. TinkerTool System findet die UUIDs automatisch heraus und hilft Ihnen dabei, die Laufwerke durch Angabe von deren aktuellen Volume-Namen und Dateisystemen zu identifizieren.

Volumes
Volumes

Führen Sie die folgenden Schritte durch, wenn Sie bestimmte Platten-Volumes von der automatischen Aktivierung oder der Ausführung von Programmen ausnehmen möchten:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Volumes auf der Einstellungskarte System.
  2. Betätigen Sie den Knopf [+] unterhalb der Tabelle, deren Funktion Sie nutzen möchten.
  3. Wählen Sie im Dialogfenster ein oder mehrere Platten-Volumes und drücken Sie OK.
  4. Nachdem alle Volumes so wie gewünscht eingerichtet wurden, drücken Sie den Knopf Anwenden in der unteren rechten Ecke des Fensters.

Es ist auch möglich, Volumes direkt vom Schreibtisch oder dem Computerordner des Finders in die Tabelle zu ziehen. Sie können ein oder mehrere Volumes durch Drücken des Knopfs [-] aus der jeweiligen Tabelle entfernen und Ihre Änderungen abspeichern. Um Ihre Änderungen zu verwerfen und die Tabellen in den Zustand zurückzubringen, der gegenwärtig in OS X eingerichtet ist, drücken Sie den Knopf Rückgängig.

Spotlight

Spotlight-Betrieb

Spotlight ist die eingebaute Suchtechnik von OS X, die dazu gedacht ist, Dateien sehr schnell aufzufinden, nachdem der Benutzer Schlüsselworte oder andere Suchkriterien angegeben hat. Die technische Realisierung baut auf verschiedenen Systemdiensten auf, die still im Hintergrund arbeiten. Spotlight kann allerdings manchmal von technischen Problemen betroffen sein, so dass Systemverwalter in bestimmten Situationen den Spotlight-Betrieb feinanpassen müssen.

Attention Spotlight ist dazu konstruiert, eine der grundlegenden Kernkomponenten von OS X darzustellen. Aus diesem Grund hängen andere Systemdienste und Programme, die für OS X entwickelt wurden, vom korrekten Betrieb von Spotlight ab und zeigen möglicherweise Fehlfunktionen, nachdem Spotlight abgeschaltet wurde. Dies schließt den Sicherungsdienst Time Machine und das App Store-Programm ein. Aus diesem Grund unterstützt TinkerTool System keine Möglichkeit, Spotlight vollständig abzuschalten. Sie können lediglich den Aufbau der Spotlight-Indexdatenbanken (Indexierung) auf ausgewählten Platten-Volumes ausschalten.

Spotlight
Spotlight

Spotlight-Indexdatenbanken

Wenn Spotlight aktiv ist, erzeugt es automatisch eine verstecke Indexdatenbank und einige Einstellungsdaten auf jedem Volume, das aktuell mit Ihrem Computer verbunden ist. Die Datenbank und die Einstellungswerte werden gebraucht, um schnell die Inhalte zu finden, nach denen Sie suchen. Diese versteckten Komponenten werden auch Metadatenspeicher genannt.

Für jedes Volume erlaubt Ihnen TinkerTool System anzuzeigen, ob Spotlight auf diesem Volume aktiviert ist, und wie viel Plattenspeicherplatz im Moment für den Metadatenspeicher verbraucht wird. Diese Daten werden in der Tabelle Spotlight-Metadatenspeicher dargestellt. Nur Volumes, die technisch in der Lage sind, Spotlight zu unterstützen, werden in der Tabelle aufgeführt. Ein Aktualisierungsknopf rechts unter der Tabelle, frischt den Inhalt der Tabelle auf. Dieser Schritt ist notwendig, damit OS X dem Programm TinkerTool System (nach Anmeldung) die Erlaubnis gewährt, die Größe der Indexdatenbanken berechnen zu dürfen. Der Zugriff auf diese Datenbanken ist abgesichert, da diese möglicherweise vertrauliche Daten beinhalten, nämlich alle Worte aller Dokumente aller Benutzer, die auf dem aktuellen Computer gespeichert sind.

Nachdem Sie eine oder mehrere Zeilen in der Tabelle ausgewählt haben, können Sie zwischen mehreren Operationen wählen, die durchgeführt werden können:

Um eine dieser Funktionen zu aktivieren, betätigen Sie den Knopf Ausgewählten Vorgang ausführen.

Beachten Sie, dass das Abschalten von Indexoperationen nur wirksam ist, bis Sie OS X neu starten. Falls Sie Spotlight nicht über die Einstellung Spotlight > Privatsphäre in den Systemeinstellungen auf den betreffenden Volumes gesperrt haben, wird OS X seine Indexdienste beim nächsten Systemstart wieder aufnehmen.

Unter bestimmten Umständen kann es hilfreich sein, Spotlight-Vorgänge auf einem Platten-Volume dauerhaft zu blockieren, z.B. auf einem langsamen Speicher-Stick, der nur benutzt wird, um Daten an andere Computer weiterzugeben. Dies kann über eine spezielle Markierung geschehen, die unabhängig von der Privatsphäreneinstellung von Spotlight ist. Das Setzen einer solchen Markierung ist insbesondere auf externen Laufwerken, die mit mehreren OS X-Computern genutzt werden, hilfreich, da alle Systeme diese Einstellung automatisch berücksichtigen werden, nachdem sie eingerichtet wurde. Um diese Markierung zu setzen oder zu entfernen, führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Spotlight auf der Einstellungskarte System.
  2. Klicken Sie den Knopf Spotlight-Unterstützungsmarkierung ändern … in der linken unteren Ecke des Fensters.
  3. Kreuzen Sie den Punkt Von allen Spotlight-Operationen ausgenommen im Dialogfenster wie gewünscht für jedes der Volumes an, bzw. entfernen Sie die Häkchen.
  4. Betätigen Sie den Knopf OK im Dialogfenster.

Netz

Einstellungen für das Verbinden mit AFP-Servern

Wenn Sie versuchen, eine Verbindung zu einem AFP-Server (einem AppleShare-Dateiserver) manuell aufzunehmen, erscheint ein Fenster zur Kennworteingabe. TinkerTool System kann die Systemeinstellung ändern, die steuert, welcher Name von OS X in diesem Fenster vorgeschlagen wird. Sie können zwischen dem Kurznamen des aktuellen Benutzers, einem anderen vorbestimmten Namen oder der Möglichkeit wählen, überhaupt keinen Namen vorzuschlagen (Kein Name). Führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Netz auf der Einstellungskarte System.
  2. Wählen Sie die gewünschte Möglichkeit bei Vorgeschlagener Anmeldename.
Veraltete Anmeldemethoden

Seit Mac OS X 10.7 missbilligt Apple den Einsatz veralteter Anmeldemethoden für AFP-Server, die nach heutigen Maßstäben als unsicher gelten. Das Betriebssystem bietet die betroffenen Anmeldeverfahren bei der Kontaktaufnahme zu einem Server nicht mehr an. Dies kann allerdings dazu führen, dass Sie sich mit alten Servern nicht mehr verbinden können. Mit TinkerTool System können Sie ausgewählte Verfahren wieder zur Verwendung freischalten. Führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Netz auf der Einstellungskarte System.
  2. Kreuzen Sie alle gewünschten Verfahren bei Veraltete Anmeldemethoden zulassen an.

Die folgenden Methoden können aktiviert werden:

Da alle Verfahren unsicher und veraltet sind, sollten Sie nur so wenige einschalten wie möglich, um die Sicherheit Ihres Netzwerks nicht zu gefährden.

Netz
Netz
Unterstützung der Internet-Protokollversion 6 (nur OS X 10.10.4 oder höher)

Bei den neuesten Versionen von OS X zeigt die Karte Netzwerk des Programms Systemeinstellungen keinen Menüpunkt mehr an, um die Unterstützung von IPv6 für bestimmte Netzanschlüsse abschalten zu können. Die Funktion, um IPv6 auf Aus zu stellen, ist im Betriebssystem jedoch immer noch vorhanden. Sie können TinkerTool System verwenden, um diese Wahlmöglichkeit zu steuern.

  1. Falls Ihr Computer dazu eingerichtet ist, mehrere Sätze von Netzkonfigurationseinstellungen zu verwalten (was von OS X Umgebung genannt wird), stellen Sie zunächst sicher, dass die gewünschte Umgebung zurzeit aktiv ist, indem Sie diese mit dem Menüknopf auf der Karte Netzwerk von Systemeinstellungen auswählen. Falls Sie diese Funktion noch nie genutzt haben, ist die Umgebung standardmäßig auf Automatisch gesetzt.
  2. Öffnen Sie den Karteireiter Netz auf der Einstellungskarte System in TinkerTool System.
  3. Wählen Sie den Netzwerkanschluss, den Sie ändern möchten, mit dem Menüknopf IPv6 für Netzwerkanschluss/-dienst einschalten aus.
  4. Entfernen Sie das Häkchen bei dieser Wahlmöglichkeit, um IPv6 für den ausgewählten Anschluss abzuschalten.

Sobald Sie die Unterstützung von IPv6 für einen aktiven Netzdienst abgeschaltet haben, gibt Systemeinstellungen dies korrekt wieder, indem ein Menüpunkt Aus bei IPv6 konfigurieren hinzugefügt wird. Sie können entweder Systemeinstellungen oder TinkerTool System verwenden, um diese Funktion später wieder einzuschalten. Falls Sie hierzu TinkerTool System nutzen, wird Ihre Konfigurationseinstellung automatisch wieder auf diejenige Betriebsart zurückgestellt, die vorher in den Systemeinstellungen definiert war.

Falls Sie Ihre Netzumgebung oder die IPv6-Betriebsart mit Systemeinstellungen ändern während TinkerTool System läuft, ist es empfehlenswert, TinkerTool System neu zu starten, um sicher zu stellen, dass das Programm den aktualisierten Status anzeigt.

Fortgeschrittene Bonjour-Einstellungen (nur OS X 10.10.4 oder höher)

In den Energiespareinstellungen von OS X können Sie eine Funktion aktivieren, mit der es möglich ist, einen eingeschalteten Macintosh-Computer, der sich im Ruhezustand befindet, über ein spezielles Netzwerksignal von einem anderen Computer aus aufzuwecken. Diese Funktion trägt üblicherweise die Bezeichnung Bei Netzwerkzugriff aufwachen. Welcher genaue Wortlaut verwendet wird und für welche Netzwerkanschlüsse (Ethernet oder WLAN) dieses Feature zur Verfügung steht, hängt vom jeweiligen Macintosh-Modell ab.

Ist diese Funktion eingeschaltet und befindet sich ein Internet-Router in Ihrem Netzwerk, der die Funktion Bonjour Ruhezustands-Proxy unterstützt, so meldet sich der betroffene Mac auch im Ruhezustand alle zwei Stunden beim Router, um seine prinzipielle Funktionsbereitschaft anzuzeigen. Bietet der schlafende Computer Netzwerkdienste für das lokale Netz oder das Internet an (z.B. mit der Funktion Zugang zu meinem Mac), „weiß“ der Router durch die periodischen Rückmeldungen, dass er den Computer bei Bedarf automatisch wecken und eingehende Netzanfragen an ihn weiterleiten kann. Alle dazu notwendigen Konfigurationsvorgänge werden automatisch per Bonjour vorgenommen. Um die Rückmeldesignale zwischen Computer und Router austauschen zu können, weckt sich der schlafende Computer alle zwei Stunden in einen „Halbschlaf“, bei dem nur die notwendigen Komponenten eingeschaltet werden, der Bildschirm aber im Ruhezustand bleibt („dunkles Aufwachen“, „dark wake“).

Viele Benutzer sind durch diese regelmäßige Weckfunktion irritiert. Das ständige kurze Ein- und Ausschalten der Laufwerke kann außerdem zu einem erhöhten Verschleiß führen. Wenn Sie die Funktion Bei Netzwerkzugriff aufwachen grundsätzlich nutzen möchten, die Funktionen des Ruhezustands-Proxy jedoch nicht benötigen, können Sie diese mit TinkerTool System abschalten. Führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Netz auf der Einstellungskarte System.
  2. Kreuzen Sie den Auswahlpunkt Ruhezustands-Proxy abschalten an.
  3. Um sicherzustellen, dass die Änderung wirksam wird, muss der Computer neu gestartet werden.

Bei abgeschaltetem Ruhezustands-Proxy wird der betroffene Computer nicht mehr durch eine reine Verbindungsaufnahme zu einem Netzdienst aufwachen, wenn er sich im Ruhezustand befindet. Um ihn zu wecken, muss zuerst manuell ein Wake-On-LAN-Signal (WOL) an ihn verschickt werden, was mit Drittanbieter-Software möglich ist.

Sie können diese Funktion nicht abschalten, falls Sie OS X El Capitan oder höher verwenden und die Funktion Systemintegritätsschutz für diesen Computer nicht abgeschaltet wurde.

Bildschirm

Standardmäßig geht OS X davon aus, dass der Bildschirm Grafiken mit einer physischen Auflösung von 72 Bildpunkten pro Zoll darstellt. Diese Vorgehensweise wurde aus dem klassischen Mac OS übernommen. Auch wenn diese Grundannahme vor 30 Jahren korrekt war, als der Macintosh eingeführt wurde, haben heutige Bildschirmgeräte eine sehr viel höhere Auflösung. Die Pixel sind kleiner geworden, so dass Ihr Bildschirm möglicherweise mehr als 140 Bildpunkte pro Zoll anzeigt. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie ein MacBook mit einem Retina-Display oder einen iMac mit einem 5k-Bildschirm verwenden. Seit Mac OS X 10.7 Lion unterstützt das Betriebssystem eine Funktion namens HiDPI (High Number of Dots per Inch, hohe Anzahl von Bildpunkten pro Zoll), die es auf Anforderung erlaubt, die physische Auflösung zu verdoppeln. Das heißt, die Komponenten, die für die Aufbereitung der grafischen Ausgabe sorgen, können zwischen den beiden Auflösungen 72 ppi („niedrig“) und 144 dpi („hoch“) auswählen. Falls Ihr Computer mit einem Retina-Schirm verbunden ist, wird der HiDPI-Betrieb automatisch aktiviert.

Sie können HiDPI für Ihr Betriebssystem freischalten, unabhängig davon, welcher Monitor gerade angeschlossen ist. Als Software-Entwickler können Sie dies zum Beispiel nutzen, um Programme im Retina-Betrieb zu testen, auch wenn Sie keinen Retina-Bildschirm besitzen.

Bildschirm
Bildschirm

Das Einschalten der HiDPI-Funktion erfordert zwei Schritte. Der erste Schritt besteht darin, die HiDPI-Betriebsart über TinkerTool System freizuschalten. Der zweite Schritt besteht in der Auswahl einer HiDPI-Auflösung auf der Karte Monitore der Systemeinstellungen. Führen Sie die folgenden Schritte durch, um mit HiDPI-Anzeigebetrieb zu arbeiten:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Bildschirm auf der Einstellungskarte System.
  2. Schalten Sie zwischen den beiden möglichen Betriebsarten HiDPI-Auflösungen verbergen und HiDPI-Auflösungen zeigen um.
  3. Melden Sie sich ab, damit die Änderung wirksam wird.

Wenn Sie sich wieder anmelden, können Sie Systemeinstellungen starten, auf die Karte Monitore wechseln, die Auflösung auf Skaliert stellen und eine der HiDPI-Einstellungen wählen, die in der Tabelle angezeigt werden. Beachten Sie, dass die Tabelle die wirksamen Bildpunkte anzeigt, nicht die physischen Pixel. Da der Retina-Betrieb vier physische Pixel zu einem (1) virtuellen Bildpunkt zusammenfügt, werden die Werte in jeder Dimension halbiert. Ein Bildschirm mit 2400 x 1600 Pixeln würde zum Beispiel als HiDPI-Auflösung mit 1200 x 800 Pixeln angezeigt werden.

OS X schaltet auf die neue Einstellung, wodurch der eigentliche HiDPI-Betrieb eingeschaltet wird. Der ganze Bildschirminhalt wird sofort vergrößert. Allerdings schalten gerade laufende Programme möglicherweise nicht gleichzeitig zur neuen Auflösung mit voller Bildqualität um. Sie müssen sich noch einmal ab- und wieder anmelden, um sicher zu stellen, dass Sie tatsächlich die korrekte Auflösung bei voller Bildqualität in allen Programmen erhalten.

Attention Warnung: Die Bildschirmauflösung ist eine sehr kritische Einstellung. Falls Sie die Auflösung zu hoch einstellen, können die Fenster so groß werden, dass sie nicht mehr länger auf den Bildschirm passen. Das heißt, Sie können nicht mehr alle Teile einiger Programme sehen und steuern, wodurch Ihr System unbenutzbar werden kann! Um das System mit 144 ppi zu nutzen, wird ein Bildschirm mit einer Auflösung von mindestens 2048 x 1536 Bildpunkten stark empfohlen, da OS X-Programme nach der Vorschrift konstruiert sind, dass sie für Fenster eine Mindestgröße von 1024 x 768 Pixeln bei 72 dpi erwarten können.

Einstellungskarten

Das Programm Systemeinstellungen ist dazu konstruiert, eine Plugin-Architektur zu unterstützen. Die unterschiedlichen Steuerbereiche, die Einstellungskarten (Preference Panes) genannt werden, werden automatisch ein- und ausgeschaltet, je nach dem, welchen Computertyp Sie verwenden. Zum Beispiel erscheint die Karte Trackpad nur auf Computern, die mit einem Trackpad ausgerüstet sind, die Karte Ink wird nur angezeigt, wenn ein Grafiktablett oder ein ähnliches Gerät mit Stiftunterstützung an den Computer angeschlossen ist.

Die Systemeinstellungen beinhalten eine zusätzliche Rubrik, die auswählbare Karten aufnimmt, die vom Benutzer installiert werden. Diese wird als fünfte Kategorie, in der untersten Zeile des Fensters angezeigt. TinkerTool System kann Ihnen dabei helfen, diesen Abschnitt zu verwalten: Es kann zusätzliche Einstellungskarten aktivieren, die Teil von OS X sind, aber fortgeschrittenen Benutzern vorbehalten sind und deshalb normalerweise verborgen bleiben. Es kann Ihnen auch dabei helfen, optionale Einstellungskarten zu entfernen, die Sie nicht mehr länger brauchen.

Einstellungskarten
Einstellungskarten

Die folgende zusätzliche Karte kann aktiviert werden:

Apple bietet zusätzliche Karten als Teil von OS X an. Deren Features können von der Systemversion abhängen und sich ohne Ankündigung ändern. Die optische Qualität der Karten hält sich möglicherweise nicht an die üblichen Design-Standards.

Um eine der versteckten Karten zu aktivieren, führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Einstellungskarten auf der Einstellungskarte System.
  2. Drücken Sie auf einen der Knöpfe Aktivieren …, die neben den aufgeführten Einstellungskarten zu sehen sind.

Sie können Systemeinstellungen direkt von hier aus starten und die neuen Karten sofort nutzen. Drücken Sie dazu den Knopf Systemeinstellungen starten.

Optionale Einstellungskarten entfernen

Die im vorigen Abschnitt genannten Karten und die Karten anderer Anbieter, die im untersten Abschnitt von Systemeinstellungen erscheinen, können entfernt werden, wenn Sie diese nicht mehr länger brauchen. Es ist hierbei nicht erforderlich, dass Sie wissen müssen, wo die verschiedenen Anbieter diese Module installiert haben. Führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Einstellungskarten auf der Einstellungskarte System.
  2. Wählen Sie einen oder mehrere Punkte in der Tabelle Zusatzkarten aus dem untersten Abschnitt der Systemeinstellungen entfernen.
  3. Betätigen Sie den Knopf Ausgewählte Karten entfernen.

SSD (nur OS X 10.10.4 oder höher)

Mit OS X 10.10.4 oder höher lässt Apple Sie entscheiden, ob Sie Trim-Befehle mit allen Solid-State-Laufwerken (SSD) nutzen möchten, SSDs, die an Ihr System über einen SATA-Bus und eine Busschnittstelle auf Basis des AHCI-Standards (Intel Advanced Host Controller Interface) angeschlossen sind.

In einer Standardkonfiguration sendet OS X Trim-Befehle nicht an alle SSDs, sondern nur an Flash-Speicherlaufwerke von Apple, da es in diesem Fall sicher für das Betriebssystem ist, anzunehmen, dass die Trim-Befehle korrekt vom Laufwerk verarbeitet werden, diese also nicht zu Datenverlust oder Datenbeschädigung führen.

Trim-Befehle sind Teil des Industriestandards ATA8-ACS2, der vorschreibt, wie Computer mit modernen Plattenlaufwerken kommunizieren sollen. Mit dem Vordringen von Speichergeräten auf Basis der Flash-Speichertechnik hat die Einführung des Trim-Befehls ein technisches Problem gelöst, von dem SSD-Laufwerke betroffen waren: Bei einem konventionellen, magnetischen Plattenlaufwerk konnten Betriebssysteme das Löschen von Dateien durch einen einfachen, schnellen Vorgang behandeln. Wenn eine Datei gelöscht werden soll, ist es vollkommen ausreichend, deren Eintrag aus ihrem Ordner zu entfernen und die Information im Dateisystem zu aktualisieren, dass die Datenblöcke, die von dieser Datei benutzt wurden, als frei anzusehen sind, so dass die Blöcke automatisch später für neue Dateien wiederverwendet werden. Wenn das Plattenlaufwerk neue Daten in solche wiederverwendeten Blöcke schreibt, kann es dies einfach so tun und den früheren Inhalt des Blocks überschreiben.

SSD
SSD

Aus technischen Gründen ist dies bei Flash-Speicherzellen nicht so einfach. Flash-Speicher kann nicht einfach mit neuen Daten überschrieben werden. Es ist nötig, den Flash-Speicher zuerst ausdrücklich zu löschen, was eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt, und danach die neuen Inhalte in die Speicherzellen zu übertragen. Das bedeutet, dass ein Schreibvorgang auf einen Flash-Speicher entscheidend langsamer ist, falls das Laufwerk nicht zufällig leere Speicherblöcke in Reserve hat, die für die eingehenden Daten genutzt werden können. Leer heißt dabei entweder ein brandneuer, noch nie genutzter Speicherblock, oder aber ein benutzter Block, der für einen neuen Schreibvorgang durch eine aufwändige Löschoperation vorbereitet wurde. Falls große Datenmengen in der Vergangenheit auf eine SSD geschrieben wurden, wird die Wahrscheinlichkeit, dass entweder fabrikneue oder gelöschte Blöcke zur Verfügung stehen, geringer. Die Geschwindigkeit für Schreibvorgänge sinkt, je mehr Daten geschrieben werden.

Um dieses Problem zu lösen, muss das Laufwerk versuchen, ungenutzte Blöcke so früh wie möglich zu löschen. Auf diese Weise ist die Chance, noch leere Blöcke in Reserve zu haben, die sofort für eingehende Schreibvorgänge verfügbar sind, viel höher. Aber wie soll das Laufwerk „erfahren“, welche Blöcke nicht mehr benötigt werden? Bei magnetischen Platten musste das Laufwerk das nicht „wissen“. Um einem Speichergerät zu signalisieren, dass ein bestimmter Block vom Betriebssystem als frei angesehen wird, so dass dieser Block zur späteren Wiederverwendung vorbereitet werden kann, wurde der Trim-Befehl eingeführt. Zusätzlich zur Aktualisierung seiner eigenen Dateisystemdaten, die angeben, welche Blöcke frei sind, kann das Betriebssystem hiermit nun auch das Laufwerk informieren, welche Blöcke nicht mehr genutzt werden. Wenn eine SSD einen Trim-Befehl für einen bestimmten Speicherblock erhält, wird sie diesen Block auf ihre Arbeitsliste zur Löschung setzen. Wenn das Laufwerk Zeit für Aufräumarbeiten hat, wird es die jeweiligen Flash-Zellen löschen. Die Wahrscheinlichkeit, dass eingehende Schreibbefehle nun sofort nutzbare Blöcke finden, erhöht sich, so dass Schreibvorgänge jetzt so schnell wie möglich erledigt werden können.

Sehr alte SSD-Laufwerke (aus einer Zeit bevor Trim genormt wurde) oder SSDs, die interne Konstruktionsfehler aufweisen, behandeln Trim-Befehle möglicherweise nicht richtig. Dies ist gefährlich, denn dies könnte zu Situationen führen, in der das Laufwerke einen falschen Block löscht, der immer noch vom Betriebssystem gebraucht wird. Dies würde typischerweise so aussehen, dass 512 Bytes voller Nullen innerhalb einer Datei auftreten, die eigentlich andere Daten enthalten sollte. Um diese Gefahr zu umgehen, sendet OS X keine Trim-Befehle an SSD-Modelle, die es nicht kennt. Nur SSD-Typen, die von Apple geliefert wurden (üblicherweise als „Flash-Speicher“ beworben), empfangen standardmäßig Trim-Befehle. Diese Beschränkung kann mit OS X 10.10.4 oder höher aufgehoben werden.

Aufgrund der innewohnenden Risiken, die im letzten Absatz erläutert wurden, hat Apple die folgende Warnung als Teil von OS X veröffentlicht. Bitte beachten Sie, dass der Begriff „Tool“ sich auf die interne Komponente von OS X bezieht, die verwendet wird, um Trim-Befehle für alle SSDs freizuschalten oder zu sperren. Er bezieht sich nicht auf TinkerTool System:

„WICHTIGER HINWEIS: Dieses Tool erzwingt die Verwendung von TRIM für alle relevanten angeschlossenen Geräte, auch wenn diese Geräte nicht bezüglich Datenintegrität bei der Verwendung von TRIM überprüft wurden. Die Verwendung dieses Tools, um TRIM zu ermöglichen, kann zu unerwünschtem Datenverlust oder Datenbeschädigung führen. Es sollte nicht in einer kommerziellen Umgebung oder zusammen mit wichtigen Daten verwendet werden. Vor der Verwendung dieses Tools, sollten Sie eine Sicherungskopie aller Ihrer Daten erstellen und dies regelmäßig wiederholen, während TRIM aktiv ist. Dieses Tool wird „wie besehen“ zur Verfügung gestellt. APPLE ÜBERNIMMT KEINE GARANTIE, AUSDRÜCKLICH ODER IMPLIZIT, EINSCHLIESSLICH DER GARANTIEN DER NICHTVERLETZUNG VON RECHTEN, MARKTGÄNGIGKEIT UND EIGNUNG FÜR EINEN BESTIMMTEN ZWECK, IN BEZUG AUF DIESES TOOL ODER SEINER VERWENDUNG, ALLEINE ODER IN KOMBINATION MIT IHREN GERÄTEN, SYSTEMEN ODER DIENSTEN. BEI NUTZUNG DIESES TOOLS ZUM EINSCHALTEN VON TRIM ERKENNEN SIE AN, DASS, SOWEIT GESETZLICH ZULÄSSIG, DIE VERWENDUNG DES TOOLS AUF IHR EIGENES RISIKO ERFOLGT UND DASS SIE DAS GESAMTE RISIKO IM HINBLICK AUF ZUFRIEDENSTELLENDE QUALITÄT, LEISTUNG, GENAUIGKEIT UND AUFWAND TRAGEN.“

Um die Richtlinie von OS X zu ändern, Trim-Befehle entweder nur für Apple-SSDs zu nutzen oder für alle SSD-Speichergeräte, die unmittelbar über AHCI und einen SATA-Bus angeschlossen sind, führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter SSD auf der Einstellungskarte System.
  2. Drücken Sie den Knopf in der unteren rechten Ecke, um die aktuelle Einstellung umzuschalten. Der Knopf trägt entweder die Beschriftung Erzwungenes Trim einschalten oder Erzwungenes Trim abschalten.
  3. Folgen Sie den Anweisungen des Programms.

Der Computer muss nach Wechseln der Betriebsart unverzüglich neu gestartet werden.

Die Tabelle auf dieser Karte zeigt alle relevanten SSDs, die an Ihren Mac angeschlossen sind, und listet ebenso auf, ob Trim-Befehle von OS X gesendet werden oder nicht. Sie sollten den Status aller SSDs vor und nach der Umschaltung überprüfen (nachdem der Computer neu gestartet wurde).

Zugriffsrechtsfilter für neue Dateisystemobjekte (nur OS X 10.10.4 oder höher)

Im Berechtigungssystem von OS X, das detailliert im Kapitel Die Einstellungskarte ACL-Berechtigung beschrieben wird, entscheidet jedes Programm für sich selbst, welche Zugriffsrechte es für eine neue Datei oder einen Ordner gewährt, wenn das Dateisystemobjekt angelegt wird. Dies schließt auch den Finder mit ein, der typischerweise das Programm ist, mit dem neue Ordner angelegt werden.

Sicherheitsprobleme könnten auftreten, wenn Sie schlecht geschriebene oder sehr alte Programme einsetzen, die sich nicht um Berechtigungseinstellungen kümmern. Solche Programme könnten Schreibberechtigung für die Kategorie „Andere Benutzer“ vergeben, was bedeutet, dass fast Jeder — egal ob der Benutzer im aktuellen Computer überhaupt „bekannt“ ist — jedes Dokument, was von diesem Programm angelegt wird, verwenden, überschreiben oder löschen könnte. In Umgebungen, in denen nicht unbedingt angenommen werden kann, dass sich alle Benutzer kooperativ verhalten, wie Schulen oder großen Firmen, könnte eine solche laxe Richtlinie zur Rechtevergabe das System unbenutzbar machen. Aus diesem Grund verwenden OS X und jedes andere UNIX-System einen Zugriffsrechtsfilter. Immer wenn ein Programm eine neue Datei oder einen Ordner anlegt und dabei die anfänglichen Berechtigungseinstellungen vornehmen muss, werden die Berechtigungen zunächst durch einen Filter geschickt, der entscheidet, ob das Programm ein bestimmtes Recht vergeben darf oder nicht. Der Filter korrespondiert direkt mit den drei POSIX-Rechten Lesen, Schreiben und Ausführen, sowie den drei Zugriffsparteien Eigentümer, Gruppeneigentümer und Andere. Für weitere Erläuterungen siehe das Kapitel Die Einstellungskarte ACL-Berechtigung.

Zugriffsrechtsfilter
Zugriffsrechtsfilter

Standardmäßig verwendet OS X einen Berechtigungsfilter, der gemäß folgender Richtlinie voreingerichtet ist:

Systemverwalter können diese Richtlinie für den Berechtigungsfilter ändern, so dass die anfänglichen Zugriffsrechte entweder lockerer oder strenger werden. Um den Berechtigungsfilter von OS X zu verändern, führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Rechte auf der Einstellungskarte System.
  2. Setzen oder entfernen Sie Häkchen in der Tabelle Zugriffsrechtsfilter für neue Dateisystemobjekte. Die Zeilen der Tabelle stellen die drei Zugriffsparteien Eigentümer, Gruppe und Andere dar, die Spalten beziehen sich auf die Rechte, die beim Anlegen neuer Objekte blockiert werden sollen, nämlich Lesen, Schreiben und Ausführen. Erinnern Sie sich daran, dass Schreiberlaubnis für einen Ordner dem Recht entspricht, Objekte im Ordner anlegen, umbenennen und löschen zu dürfen, und dass Ausführungserlaubnis für einen Ordner bedeutet, den Inhalt des Ordners durchqueren zu dürfen.
  3. Drücken Sie den Knopf Anwenden unterhalb der Tabelle.

Die Änderung wird beim nächsten Start des Computers wirksam. Der Knopf Standard kann gedrückt werden, um zur empfohlenen Normaleinstellung zurückzukehren. Drücken des Knopfes Rückgängig bewirkt, dass TinkerTool System Ihre Änderungen verwirft und die Einstellungen anzeigt, die zurzeit im System aktiv sind.

Attention Warnung: Es ist sehr gefährlich, Häkchen in der Zeile Eigentümer zu setzen. Das Einschalten eines Filterpunkts in diesem Bereich bedeutet, dass Programme nicht mehr das Recht haben, auf Dateien zuzugreifen, die sie gerade selbst angelegt haben.

Die Einstellung betrifft nur Programme, die in Benutzersitzungen gestartet werden. Hintergrundprogramme des Betriebssystems sind nicht betroffen (es sei denn, diese werden als Teil der Benutzersitzung gestartet).

Es gibt besondere Umstände, in denen TinkerTool System erkennt, dass es nicht möglich sein wird, den Berechtigungsfilter zu ändern. In diesem Fall ist die Tabelle nicht änderbar und eine Fehlermeldung erscheint auf der linken Seite. Ein solches Problem kann in den folgenden Situationen auftreten:

Verschiedenes

Privater Softwareaktualisierungsserver

OS X enthält einen automatischen Softwareaktualisierungsdienst, der dazu ausgelegt ist, Apple in regelmäßigen Zeitabständen zu kontaktieren, um zu prüfen, ob Updates für das Betriebssystem verfügbar sind. Dieser Dienst wird über die Einstellungskarte App Store der Systemeinstellungen konfiguriert. Die Aktualisierungen werden später über das App Store-Programm geladen.

Es ist möglich, einen eigenen Softwareverteilungsserver einzurichten, der die Softwarepakete und Aktualisierungsinformationen von Apple spiegelt. Dies kann mit einer Funktion erreicht werden, die in der App OS X Server vorhanden ist, oder über Drittanbietersoftware, die das Verhalten von Apples Aktualisierungsservern nachahmt. Um Computer in Ihrem eigenen Netz dazu umzuleiten, Ihren eigenen Aktualisierungsserver abzufragen und nicht mehr den von Apple, muss auf jedem betroffenen Computer eine Systemeinstellung angepasst werden. Dies kann automatisch geschehen, indem Sie zusätzlich den Profilmanager von OS X Server einsetzen, aber die Einstellung kann auch manuell auf jedem Client vorgenommen werden. Um die Einstellung mit TinkerTool System zu ändern, führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Versch. auf der Einstellungskarte System.
  2. Geben Sie die IP-Adresse oder den Namen des angepassten Aktualisierungsservers in das Feld Server ein
  3. Geben Sie die Port-Nummer des Aktualisierungsservers in das Feld Port-Nummer ein.
  4. Betätigen Sie die Eingabetaste ().

Die Änderung wird sofort wirksam. Beim nächsten Mal, wenn eine Softwareaktualisierung gestartet wird, wird eine Verbindung mit dem neuen Server hergestellt. Sie können die angepasste Einstellung jederzeit entfernen, indem Sie den Knopf Anpassung entfernen drücken.

Bildschirmfreigabe

Wenn ein ferner Systemverwalter die Bildschirmfreigabefunktion von OS X nutzt, um den aktuellen Inhalt des Computerbildschirms auf seinem eigenen Computer über eine Netzwerkverbindung hinweg zu empfangen, versucht OS X automatisch, die Privatsphäre des Benutzers zu schützen, der zurzeit mit dem lokalen Bildschirm arbeitet: Falls der ferne Administrator sich mit einem Benutzer-Account anmeldet, der unterschiedlich zu dem des lokalen Benutzers ist, beginnt die Bildschirmsitzung nicht sofort. Stattdessen wird der zugreifende Benutzer gefragt, ob er auf einem eigenen, getrennten Schirm arbeiten möchte, oder ob der lokale Benutzer gefragt werden soll, dem fernen Nutzer die Genehmigung zu erteilen, dass er den aktuellen Bildschirm übernehmen darf. Der lokale Benutzer könnte private oder vertrauliche Informationen auf dem Schirm haben, so dass dieses Vorgehen die angezeigten Daten schützt.

In einigen Fällen ist dieses Verhalten nicht sinnvoll. Sie können diese Datenschutzfunktion wie folgt abschalten:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Versch. auf der Einstellungskarte System.
  2. Klicken Sie auf den Punkt Klient erlauben, die vorderste Bildschirmsitzung sofort zu übernehmen.

Sie sollten überprüfen, ob diese Vorgehensweise mit den örtlichen Gesetzen und, falls anwendbar, mit den Richtlinien Ihrer Firma übereinstimmt.

FileVault 2

Falls Sie die moderne Version von FileVault auf Ihrem Computer eingeschaltet haben (offiziell FileVault 2 genannt), wird das komplette System-Volume mit einem sichern Schlüssel verschlüsselt und es wird nötig, die Platte mit einem Kennwort aufzuschließen und zu entschlüsseln. Wenn der Computer eingeschaltet wird, kann das Betriebssystem nicht sofort starten, da der Mac die verschlüsselte Platte nicht lesen kann. Stattdessen präsentieren die Firmware des Computers und einige Teile der unverschlüsselten Wiederherstellungspartition einen besonderen Anmeldeschirm (der dem Anmeldeschirm von OS X ähnelt). Benutzer müssen sich zuerst hier anmelden, wodurch für berechtigte Benutzer der geheime Entschlüsselungsschlüssel aufgeschlossen wird, mit dem danach die Betriebssystempartition entschlüsselt und OS X gestartet wird.

Zu diesem Zeitpunkt ist bekannt, dass derjenige Benutzer der die Platte entschlüsselt hat, gleichzeitig ein gültiger Benutzer von OS X sein muss, so dass die Firmware Name und Kennwort dieses Benutzers an das Betriebssystem weiterreicht und eine automatische Anmeldung durchführt, so dass vermieden wird, die Anmeldedaten noch ein zweites Mal eingeben zu müssen. Aus diesem Grund bewirkt das Einschalten von FileVault automatisch auch das Einschalten der automatischen Anmeldefunktion von OS X.

In einigen Fällen ist dieses Verhalten nicht gewünscht. OS X unterstützt eine spezielle Funktion, um das Entschlüsseln der FileVault-Platte von der initialen Anmeldung beim Betriebssystem zu entkoppeln:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Versch. auf der Einstellungskarte System.
  2. Klicken Sie auf den Punkt Getrennte Anmeldung für Plattenentschlüsselung und erste Benutzersitzung.
Verschiedenes
Verschiedenes
Time Machine

Aktuelle Versionen von Time Machine unterstützen eine Funktion, die hauptsächlich für mobile Computer gedacht ist: Neben der eigentlichen Sicherung, die auf den Datenträgern durchgeführt wird, die für Time Machine ausgewählt wurden, kann Time Machine eine zweite, hiervon völlig unabhängige Datensicherung auf der Betriebssystemplatte selbst durchführen. Diese zweite Sicherung kann zum Zurückladen von Daten verwendet werden, wenn der mobile Computer „auf Reisen“ ist und vorübergehend auf die Hauptdatensicherung keinen Zugriff hat. Die Daten in dieser kontinuierlich vorhandenen Zweitsicherung werden als lokale Schnappschüsse bezeichnet. OS X legt die Schnappschüsse in einem unsichtbaren Bereich des System-Volumes ab. Der Speicherplatz hierfür wird als „jederzeit automatisch freigebbar“ behandelt, d.h. das System löscht nach eigenem Ermessen einige oder alle Schnappschüsse, wenn der Speicherplatz für „echte“ Nutzdaten benötigt wird. Die „normale“ Time Machine-Sicherung hat keinerlei Einfluss auf die Sicherung der lokalen Schnappschüsse.

Normalerweise ist die lokale Schnappschussfunktion auf mobilen Computern eingeschaltet und auf Desktop-Rechnern abgeschaltet. Mit TinkerTool System können Sie von Hand wählen, ob lokale Schnappschüsse verwendet werden sollen, oder nicht. Führen Sie dazu folgende Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Versch. auf der Einstellungskarte System.
  2. Setzen oder entfernen Sie das Häkchen bei Lokale Schnappschüsse zusätzlich zu Standardsicherungen anlegen.

Werden die lokalen Schnappschüsse abgeschaltet, beginnt OS X kurze Zeit später automatisch, den entsprechenden Speicherplatz auf der Systemplatte freizugeben.

Druckauftragsverlauf

Die Druckfunktionen von OS X werden von CUPS, dem Common Unix Printing System realisiert. Standardmäßig verwaltet OS X ein Protokoll aller Druckaufträge, die vom aktuellen Computer verarbeitet wurden, den Druckauftragsverlauf. TinkerTool System kann das Protokoll auf Wunsch abschalten und die Einträge, die sich gerade im Protokoll befinden, anzeigen. Um die Systemeinstellung zum Führen des Druckauftragsverlaufs zu ändern, führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Versch. auf der Einstellungskarte System.
  2. Setzen oder entfernen Sie das Häkchen Im OS X-Drucksystem Verlauf der Aufträge speichern.

Das Protokoll kann eingesehen werden, indem Sie den Knopf Druckauftragsverlauf im Web-Browser öffnen betätigen. TinkerTool System gibt diese Aufgabe an Ihren bevorzugten Web-Browser ab. In einigen Versionen von OS X ist der Web-Zugriff auf das Drucksubsystem standardmäßig abgeschaltet. Sie können über die Option Web-Schnittstelle für Drucksystem einschalten steuern, ob der Web-Zugang möglich sein soll, oder nicht.