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Die Einstellungskarte Alte Funktionen

Die Karte Alte Funktionen enthält Features, die in früheren Generationen von TinkerTool System vorhanden waren (TinkerTool System Release 2 und TinkerTool System v1), aber die in aktuellen Versionen von OS X ihre Bedeutung verloren haben. Diese werden immer noch unterstützt, falls Sie OS X Yosemite einsetzen, aber werden mit Nachfolgeversionen des Betriebssystems nicht mehr zusammenarbeiten.

Regelmäßige Aufgaben

OS X enthält eingebaute Skripten, die bestimmte Wartungsvorgänge automatisch nach einem vorgegebenen Zeitplan ausführen. Einige Drittanbieterprogramme (z.B. Virenscanner) fügen ebenso ihre Wartungsskripten zu der von Apple bereitgestellten Sammlung hinzu. Drei unterschiedliche Skriptsätze stehen zur Verfügung:

Es werden keine festen Zeitpunkte verwendet. Der Zeitplan wird mit einer möglichen Ungenauigkeit von 4 Stunden eingehalten. Falls Ihr Computer ausgeschaltet oder im Ruhezustand ist, werden die Aufgaben später zum nächstmöglichen Zeitpunkt nachgeholt.

Diese Skripten sind eine historische Komponente von OS X. Sie waren ursprünglich für Benutzer wichtig, die ihre Systeme rund um die Uhr betrieben haben, typischerweise als Server. Heute sind fast alle Aufgaben dieser Skripten durch andere Dienstprozesse abgelöst worden, die automatisch in OS X laufen. Es ist also nicht mehr wirklich wichtig, diese Vorgänge ablaufen zu lassen.

Trotzdem gibt Ihnen TinkerTool System die Gelegenheit, die Skripten von Hand zu starten, zu Zeiten, an denen der Systemverwalter das für richtig hält. Der Punkt Regelmäßige Aufgaben in TinkerTool System kann dazu verwendet werden, einen Skriptsatz oder alle Skriptsätze „jetzt“ starten zu lassen, durch den einfachen Druck auf einen Knopf.

Regelmäßige Aufgaben
Regelmäßige Aufgaben

Sie können die Skripten von Hand starten, falls Sie auf deren Funktionen sofort angewiesen sind. TinkerTool System stellt die drei Skriptkategorien in einer Tabelle dar, zusammen mit den Datumsangaben und Uhrzeiten, zu denen die Skriptsätze zuletzt gelaufen sind, und mit Knöpfen, um die Berichte für die jeweiligen Sätze abrufen zu können. Um einen oder alle der Skriptsätze laufen zu lassen, führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Regelmäßige Aufgaben auf der Einstellungskarte Alte Funktionen.
  2. Wählen Sie einen oder mehrere Skripten in der Tabelle, indem Sie Häkchen bei den jeweiligen Punkten setzen.
  3. Drücken Sie den Knopf Jetzt starten.

Die Berichte, die über die Knöpfe mit der Beschriftung Öffnen … geöffnet werden können, sind reine Textdateien, die Diagnoseausgaben enthalten, die von den verschiedenen Skriptsätzen aufgezeichnet wurden. TinkerTool System interpretiert oder verarbeitet die Inhalte in keiner Weise. Apples Skripten oder die Skripten von Drittanbietern sind alleine für den Inhalt der Berichte verantwortlich.

Code-Ausdünnung

Alle Versionen von OS X unterstützen ein Dateiformat, das es Computersoftware erlaubt, mehr als einen Prozessortyp zu unterstützen. Zum Beispiel kann ein Programm Code-Unterstützung für G3- und G4-PowerPC-Prozessoren enthalten (von Apple zwischen 1997 und 2004 eingesetzt), eine optimierte 64-Bit-Version für den G5-Prozessor, eine für 32-Bit-Intel-Prozessoren und Unterstützung für 64-Bit-Intel-Prozessoren, die bei allen heutigen Macintosh-Systemen zum Einsatz kommen. Softwarekomponenten, die mehrere Prozessorarchitekturen innerhalb einer einzigen Datei unterstützen, werden „fett“ genannt. Komponenten, die sowohl PowerPC- als auch Intel-Chips unterstützen, werden manchmal auch als „Universal“ bezeichnet. TinkerTool System erlaubt es Ihnen, per Auswahl Unterstützung für Prozessorarchitekturen zu entfernen, die Sie in Ihrer Umgebung nicht wirklich brauchen, ein Vorgang der Ausdünnung genannt wird. Sie können beispielsweise Unterstützung für alle PowerPC-Prozessorbaureihen aus einem gegebenen Programm entfernen, da diese auf allen Computern, die aktuelle Versionen von OS X einsetzen, nicht mehr benötigt wird.

Code-Ausdünnung
Code-Ausdünnung

Das Ausdünnen einer Softwarekomponente reduziert den Plattenplatzbedarf, der zu deren Speicherung notwendig ist. Sie sollten allerdings berücksichtigen, dass Sie etwas an Flexibilität verlieren, wenn Sie ein Programm ausdünnen: Sie können das Programm nicht mehr länger auf jedes Macintosh-System übertragen, sondern nur noch auf solche, die die gleiche Prozessorarchitektur verwenden. Ebenso wäre es eine schlechte Idee, Komponenten auf einem gemeinsam benutzten Netzwerk-Dateiserver auszudünnen, auf den von Client-Computern mit unterschiedlichen Prozessortypen zugegriffen wird.

Sie sollten ebenfalls nicht den Plattenspeicherbedarf überschätzen, den Sie einsparen werden. Der Maschinencode, der in einem Softwareprodukt enthalten ist, stellt üblicherweise nur einen kleinen Teil dieses Produktes dar. Der größte Speicherbedarf entsteht typischerweise durch die Ressourcen des Programms, wie Bild- und Tondateien, Referenzhandbücher oder Beispieldokumente. Falls Sie also eine CPU-Architektur in einem Zwei-Architektur-Produkt entfernen, können Sie niemals erwarten, 50% einzusparen.

TinkerTool System kann die Architekturen anzeigen, die in einer bestimmten Komponente enthalten sind. Es kann außerdem im Voraus den Speicherplatz berechnen, den Sie einsparen werden, bevor die eigentlich Ausdünnungsoperation durchgeführt wird. Um eine bestimmte Komponente zu testen, führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Wählen Sie den Karteireiter Code-Ausdünnung auf der Einstellungskarte Alte Funktionen.
  2. Ziehen Sie die Softwarekomponente, die Sie überprüfen lassen möchten, in die Tabelle. Sie können auch den Knopf [+] drücken, um zum Objekt zu navigieren oder einen ganzen Ordner hineinziehen, der dann durchsucht wird.

Nachdem ein Punkt in die Tabelle eingefügt wurde, analysiert TinkerTool System automatisch, ob es möglich und nützlich ist, Codeteile auszudünnen. Die Ergebnisse werden nach ein paar Sekunden angezeigt:

Typische Symbole, die in der Spalte Status verwendet werden, sind:

Indem Sie Einträge der Tabelle hinzufügen, wählen Sie diese automatisch für eine spätere Ausdünnungsoperation aus. Sie können gewählte Punkte aus der Tabelle jederzeit entfernen, indem Sie den Knopf [—] betätigen. Um alle Eintrage zu entfernen, drücken Sie den Knopf Alle entfernen.

Falls Sie einen Ordner in die Tabelle ziehen, fügt TinkerTool System automatisch alle Softwarekomponenten hinzu, die es in diesem Ordner und seinen Unterordnern findet. Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern und kann aus technischen Gründen nicht unterbrochen werden.

Die Berechnung, wie viel Speicherplatz durch die Code-Ausdünnung gewonnen wird, basiert auf der aktuell gewählten Liste von Architekturen, die entfernt werden sollen, wenn diese vorgefunden werden. Die Liste der Architekturen kann über die Elemente in der linken unteren Ecke des Fensters gesteuert werden, mit dem Kasten Zu behaltende Prozessorarchitekturen.

Beachten Sie, dass die Liste bekannter Prozessorarchitekturen Code-Unterstützung für Prozessoren enthalten kann, die von Apple nicht mehr benutzt werden, vielleicht in zukünftigen Apple-Produkten zu finden sind, oder von mobilen Apple-Geräten genutzt werden, die mit iOS laufen.

Prozessorarchitekturen
Prozessorarchitekturen

Nachdem die Tabelle alle Objekte enthält, für die Sie eine Code-Ausdünnung durchführen möchten, drücken Sie den Knopf Ausdünnung vorbereiten … in der rechten unteren Ecke des Fensters. Sie müssen keine Punkte aus der Tabelle entfernen, für die TinkerTool System den Ausdünnungsvorgang abgelehnt hat (die Einträge mit der roten Kreuzmarkierung). TinkerTool System übernimmt dies automatisch für Sie und informiert Sie in einem zusätzlichen Dialogfenster, welche Schritte vorgenommen wurden, mit der Bitte um Bestätigung.

Ist die endgültige Liste der Einträge vollständig, informiert Sie ein zusammenfassendes Dialogfenster

Das Dialogfenster enthält außerdem zwei wichtige Einstellungsmöglichkeiten:

Es gibt einige Programme, die Drittanbieterverfahren zur Selbstüberprüfung oder Selbstreparatur zusätzlich zu den Sicherheitsmaßnahmen einsetzen, die von OS X zur Verfügung gestellt werden. Solche Programme verweigern möglicherweise den Start, nachdem diese festgestellt haben, dass sie verändert wurden. Aus diesem Grund kann die Auswahlmöglichkeit für Sicherheitskopien sinnvoll sein. Es liegt in Ihrer eigenen Verantwortung, Sicherheitskopien anzulegen und zu löschen.

OS X selbst ist sich der Code-Ausdünnung bewusst und unterstützt sie auf allen Systemebenen. Code-Ausdünnung hat keine negativen Auswirkungen auf Sicherheitsmaßnahmen wie digitale Siegel (kryptographisch unterschriebener Programmcode, „Codesigning“) oder Apples Gatekeeper-Technik. Ausgedünnte Programme bleiben aus Sicht von OS X vollständig intakt.

Attention Warnung: Sie sollten es vermeiden, das Ausdünnungsverfahren auf Programme anzuwenden, die selber Programmcode erzeugen. Diese Programme könnten ansonsten ihre Fähigkeit verlieren, Code für Macintosh-Systeme mit unterschiedlichen Prozessortypen zu erzeugen. Dies schließt Entwicklerwerkzeuge, Programme, die andere Programme verändern, und Programme, die Installationsprogramme oder selbstentpackende Archive anlegen, mit ein.

Um den eigentlichen Ausdünnungsvorgang durchzuführen, betätigen Sie den Knopf Ausdünnung durchführen im Zusammenfassungsfenster.

Ausdünnung vorbereiten
Ausdünnung vorbereiten

TinkerTool System legt automatisch eine Protokolldatei an, die Ihnen dabei hilft, nachzuverfolgen, welches Programm an welchem Datum ausgedünnt wurde. Das Protokoll wird in einem bestimmten Library-Ordner Ihres aktuellen Benutzer-Accounts abgelegt. Jeder Eintrag im Protokoll enthält die folgenden Punkte:

Um die Protokolleinträge einzusehen, drücken Sie auf den Knopf Verlauf öffnen in der Einstellungskarte. Es erscheint eine Tabelle, die nach jeder ihrer Spalten sortiert werden kann. Das Protokoll kann außerdem auch als reine Textdatei betrachtet, gedruckt oder gesichert werden. Um diese zu öffnen, drücken Sie auf den Knopf In Textform anzeigen im Protokolldialogfenster.