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Selbständiges Programm: Arbeiten mit Benutzer-Accounts

Auswahl des zu bearbeitenden Benutzer-Accounts

Alle Funktionen, die im Hauptmenü unter dem Stichwort Arbeiten mit Benutzer-Accounts zu finden sind, erfordern es als ersten Schritt, den jeweiligen Account auszuwählen. Sollten Sie seit dem Systemstart noch keine benutzerbezogene Funktion im Hilfsprogramm verwendet haben, ist es außerdem erforderlich, dass das Programm einen Teil der Benutzerverwaltung von macOS und weitere benötigte Hilfsdienste einschaltet. Dieser Vorgang kann ein paar Sekunden dauern und kann durch zahlreiche interne Meldungen von macOS begleitet sein. Auf diesen Vorgang wird mit der Meldung Auf den Start eines benoetigten Systemdienstes wird gewartet … hingewiesen.

Danach erscheint eine Auswahl ähnlich wie die Folgende:

Bitte waehle den Benutzer-Account aus, mit dem du arbeiten moechtest:
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        [501]        admin
        [502]        hans
        [503]        maria
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Gib eine der Zahlen ein oder 'a' zum Abbrechen:

Die Tabelle enthält alle lokalen Benutzer-Accounts, die auf dem jeweiligen Computer eingerichtet sind. Die erste Zahl ist die Identifikationsnummer, die macOS als Kennzeichnung jedes Accounts verwendet. Sie können einen Benutzer auswählen, indem Sie diese Kennnummer eingeben und dann die Eingabetaste betätigen. Durch Eingabe eines beliebigen Buchstabens und Betätigen der Eingabetaste wird der Vorgang vorzeitig abgebrochen.

Die Tabelle enthält im Normalfall nur die sichtbaren lokalen Benutzer. System-Accounts des Betriebssystems werden nicht angezeigt. Ebenso enthält die Tabelle keine roamenden Netzwerkbenutzer. Erfahrene Systemadministratoren können Netzwerkbenutzer zusätzlich einblenden lassen, indem sie über die Befehlszeile den entsprechenden Verzeichnisserver des Netzes einbinden und die benötigten Privatordner dieser Benutzer aktivieren.

Deaktivieren von beschädigten Einstellungsdateien

Sie können das selbständige Dienstprogramm anweisen, alle Einstellungsdateien („Präferenzen“) eines Benutzers zu durchsuchen und alle Dateien, die von außen als beschädigt erkannt werden, automatisch zu deaktivieren. Hierbei wird nichts gelöscht. Die beschädigten Dateien werden durch Umbenennen inaktiv geschaltet, so dass sie für macOS und die Programme, die die betroffenen Einstellungen verwenden, nicht mehr wirksam werden können. Dies entspricht einer stark vereinfachten Version der Funktion Benutzer > Einstellungen > Dateien prüfen aus TinkerTool System.

  1. Tippen Sie im Hauptmenü 2, um das Arbeiten mit Benutzer-Accounts aufzurufen.
  2. Tippen Sie 1 zum Aufruf der Funktion Fehlerhafte Einstellungsdateien deaktivieren.
  3. Wählen Sie einen Benutzer-Account aus, wie oben beschrieben.
  4. Warten Sie bis das Endergebnis der Prüfung, bzw. Reparatur auf dem Bildschirm angezeigt wird.

Löschen von benutzerbezogenen Input-Managern

Sogenannte Input-Manager waren in der Anfangszeit von Mac OS X dazu gedacht, Software-Anbietern die Möglichkeit zu geben, neuartige Eingabemethoden, die über die konventionelle Steuerung mit Tastatur und Maus hinausgingen, systemweit zu allen Programmen auf der grafischen Oberfläche hinzufügen zu können. Auf diese Weise ließen sich beispielsweise Gestensteuerung, weitergehende Internationalisierung oder Unterstützung für Behinderte realisieren. Leider wurde jedoch diese Vorrichtung in Mac OS X in der Praxis zunehmend von einigen Software-Anbietern dazu missbraucht, Manipulationen an laufenden Programmen vorzunehmen, indem der einzige Zweck eines Input-Managers darin lag, Code von Programmen durch von außen eingeschleusten Fremdcode zu überschreiben.

Solche Manipulationen können bereits auf der technischen Ebene gefährlich sein, da im allgemeinen Fall weder vom Anbieter eines solchen Input-Managers, noch von den Anbietern der unfreiwillig manipulierten Programme im Detail vorhergesagt werden kann, wie sich das veränderte Endergebnis verhalten wird. Noch gefährlicher wird die Sache, wenn Input-Manager nicht zu harmlosen Zwecken, sondern als Viren oder Trojanische Pferde genutzt werden. Durch die Fähigkeit, in alle laufenden Programme geladen zu werden, können sie sich schnell ausbreiten und so fast beliebige Schadwirkungen in allen grafischen Programmen auslösen, ohne dass Dateien auf der Festplatte geändert werden müssen.

Aufgrund dieser Gefahren hat Apple die Verwendung von Input-Managern stark eingeschränkt: Input-Manager können bei Verwendung von modernen 64-Bit-Programmen auf einem 64-Bit-Prozessor gar nicht mehr aktiv werden. Innerhalb von 32-Bit-Programmen werden sie nur noch dann aktiviert, wenn aus deren Dateirechten erkennbar ist, dass sie wissentlich von einem Systemverwalter (Administrator) installiert worden sind. In den meisten Fällen können Input Manager als eine sehr veraltete Technik angesehen werden. Diese sollten aus modernen Versionen von macOS entfernt werden.

Das Entfernen von Input Managern ist mit der Funktion Benutzerbezogene Input-Manager loeschen im selbständigen Dienstprogramm möglich. Da das selbständige Programm selbst „nicht-grafisch“ läuft, ist es gegen mögliche Schadwirkungen von Input-Managern immer geschützt. Führen Sie die folgenden Schritte durch, um alle Input-Manager, die für einen bestimmten Benutzer-Account installiert wurden, unbesehen vom System zu löschen:

  1. Tippen Sie im Hauptmenü 2, um das Arbeiten mit Benutzer-Accounts aufzurufen.
  2. Tippen Sie 2 zum Aufruf der Funktion Benutzerbezogene Input-Manager loeschen.
  3. Wählen Sie einen Benutzer-Account aus, wie oben beschrieben.
  4. Warten Sie bis das Endergebnis der Prüfung, bzw. Löschung auf dem Bildschirm angezeigt wird.

Input-Manager können auch systemweit, d.h. für alle Benutzer, installiert worden sein. Um auch solche Komponenten zu löschen, steht ein korrespondierender Menüpunkt unter Verwaltung und Reparatur zur Verfügung.

Deaktivieren aller Caches eines Benutzers

Wie im Kapitel Caches beschrieben, kann in Einzelfällen ein beschädigter Cache-Inhalt zu Fehlern bei der Ausführung von Programmen führen. Das selbständige Dienstprogramm kann die persönlichen Standard-Caches eines Benutzer-Accounts auf Wunsch komplett deaktivieren. Hierbei wird nichts gelöscht, so dass der wertvolle Cache-Inhalt im Zweifelsfall wieder gerettet werden kann, um eine hohe Geschwindigkeit des Systems zu gewährleisten. Führen Sie die folgenden Schritte durch, um die persönlichen Standard-Caches eines Benutzers vorübergehend oder dauerhaft zu deaktivieren:

  1. Tippen Sie im Hauptmenü 2, um das Arbeiten mit Benutzer-Accounts aufzurufen.
  2. Tippen Sie 3 zum Aufruf der Funktion Alle Caches eines Benutzers deaktivieren.
  3. Wählen Sie einen Benutzer-Account aus, wie oben beschrieben.
  4. Warten Sie bis das Endergebnis der Deaktivierung auf dem Bildschirm angezeigt wird.

Reaktivieren aller Caches eines Benutzers

Nach dem Entfernen von Cache-Inhalten arbeiten macOS und viele Programme langsamer, da die Caches wieder aufgebaut werden müssen. Sollte das Deaktivieren von Caches (aus dem vorigen Abschnitt) nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, können Sie die betroffenen Daten per Knopfdruck wieder komplett herstellen, so dass kein Geschwindigkeitsverlust auftritt.

  1. Tippen Sie im Hauptmenü 2, um das Arbeiten mit Benutzer-Accounts aufzurufen.
  2. Tippen Sie 4 zum Aufruf der Funktion Alle Caches eines Benutzers reaktivieren.
  3. Wählen Sie einen Benutzer-Account aus, wie oben beschrieben. Es muss sich um einen Benutzer handeln, bei dem die Deaktivierungsfunktion in der näheren Vergangenheit benutzt worden ist.
  4. Warten Sie bis das Endergebnis der Reaktivierung auf dem Bildschirm angezeigt wird.

Deaktivieren aller Einstellungen eines Benutzers

Einstellungen eines Benutzers können in einer Weise beschädigt sein, so dass die Form der Daten von außen gesehen immer noch korrekt erscheint, jedoch die interne Bedeutung der Daten fehlerhaft ist. In seltenen Fällen kann dies dazu führen, dass Programme fehlerhaft oder gar nicht mehr arbeiten. Sollte sich ein solcher Fehler nicht auf die Einstellungen eines bestimmten Programms isolieren lassen, so ist es als letzte Maßnahme zur Fehlersuche manchmal wünschenswert, sämtliche Einstellungen eines Benutzers vorübergehend zurückzusetzen. Alle Programme, die dieser Benutzer startet, laufen danach mit „frischen“ Werkseinstellungen. Bei der Deaktivierung von Einstellungen werden die Daten nicht wirklich gelöscht, so dass sie sich im Zweifelsfall wiederherstellen lassen.

  1. Tippen Sie im Hauptmenü 2, um das Arbeiten mit Benutzer-Accounts aufzurufen.
  2. Tippen Sie 5 zum Aufruf der Funktion Alle Einstellungen eines Benutzers deaktivieren.
  3. Wählen Sie einen Benutzer-Account aus, wie oben beschrieben.
  4. Warten Sie bis das Endergebnis der Deaktivierung auf dem Bildschirm angezeigt wird.

Reaktivieren aller Einstellungen eines Benutzers

Sollte sich herausstellen, dass die Deaktivierung aller Einstellungen (aus dem vorigen Abschnitt) nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat, so können die Einstellungen (zum Stand des Deaktivierungsvorgangs) komplett wiederhergestellt werden. Führen Sie hierzu die folgenden Schritte durch:

  1. Tippen Sie im Hauptmenü 2, um das Arbeiten mit Benutzer-Accounts aufzurufen.
  2. Tippen Sie 6 zum Aufruf der Funktion Alle Einstellungen eines Benutzers reaktivieren.
  3. Wählen Sie einen Benutzer-Account aus, wie oben beschrieben. Es muss sich um einen Benutzer handeln, bei dem die Deaktivierungsfunktion in der näheren Vergangenheit benutzt worden ist.
  4. Warten Sie bis das Endergebnis der Reaktivierung auf dem Bildschirm angezeigt wird.