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Die Einstellungskarte Programme

Einführung in Funktionen für Programme

Die Einstellungskarte Programme erlaubt Ihnen, fortgeschrittene Funktionen auf Mac OS X-Programme oder ähnliche Komponenten anzuwenden, wie z.B. Plugins oder Bildschirmschoner. Die folgenden Features sind verfügbar:

Lassen Sie TinkerTool System nach Komponenten suchen

Bei denjenigen Funktionen, bei denen es nötig ist, dass Sie selbst das richtige Programm auswählen, ist es möglich, TinkerTool System automatisch nach Softwarekomponenten suchen zu lassen, so dass potenzielle Kandidaten für die in Frage stehende Operation ausgewählt werden können. Die gefundenen Komponenten werden in einer Tabelle mit deren Namen, Symbolen, Versionsnummern, und dem Datum der letzten Nutzung aufgeführt. Sie können dann einen der Kandidaten auswählen und er erscheint im Auswahlfeld der entsprechenden Funktion. TinkerTool System kann nach den folgenden Kategorien von Software suchen:

Um die Suche zu nutzen, führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Wählen Sie einen der Karteireiter auf der Einstellungskarte Programme.
  2. Setzen oder entfernen Sie die Häkchen bei Verfügbar für, die angeben, wo die Suche durchgeführt werden soll. Sie können den persönlichen Privatordner des aktuellen Benutzers wählen (Benutzer), die Ordner, die Software für alle Benutzer des aktuellen Computers anbieten (Dieser Computer) oder den Punkt Mac OS X-Netz, um in den gemeinsam benutzten Ordnern für Programme und Library auf einem Mac OS X-Server zu suchen, der als zentrale Ablage für diesen Zweck genutzt wird. Auf dem Karteireiter Code-Ausdünnung sind die Auswahlmöglichkeiten und der Suchknopf (siehe nächster Schritt) nur sichtbar, wenn Sie auf den Knopf mit dem Suchsymbol (Vergrößerungsglas) unter der Tabelle klicken.
  3. Öffnen Sie das Aufklappmenü Suche nach Komponenten auf wählen Sie eine der Softwarekategorien.
  4. TinkerTool System beginnt die Suche und listet die vorgefundenen Komponenten in einer Tabelle auf. Sie können eine daraus auswählen und den Knopf OK betätigen, sogar während die Suche noch läuft.

Deinstallationsassistent

Programme, die sich streng an Apples Software-Designrichtlinien für Mac OS X halten und nicht tief in das Betriebssystem integriert werden müssen, werden üblicherweise über einen einfachen „Ziehen-und-Ablegen“-Vorgang installiert. Das heißt, es ist gar keine eigentliche Installation notwendig, sondern Sie ziehen lediglich das Programmsymbol in einen Ihrer Programmordner und können das Programm sofort starten.

Für „Apps“, die im Mac App Store gekauft wurden, gelten neue, geänderte Regeln: Apps werden automatisch installiert und sollten — ab Mac OS X Lion oder höher — nur mit dem Programm Launchpad entfernt werden.

Mac OS X legt allerdings automatisch zusätzliche Dateien an, wenn Sie mit einem neuen Programm arbeiten, zum Beispiel Dateien, um Ihre persönlichen Einstellungen pro Benutzer zu speichern, oder Cache-Dateien für heruntergeladene Dateien, wenn Programme auf das Internet zugreifen, um nach automatischen Aktualisierungen zu suchen, usw. Sie können ein solches Ziehen-und-Ablegen-Programm einfach deinstallieren, indem Sie sein Symbol in den Papierkorb ziehen. Dies wird allerdings nicht die gerade erwähnten Hilfsdateien mit entfernen. Hierbei kann jedoch der Deinstallationsassistent von TinkerTool System helfen.

Deinstallationsassistent
Deinstallationsassistent

Diese Funktion assistiert Ihnen automatisch, indem alle anderen Komponenten identifiziert werden, die möglicherweise von dem Programm angelegt worden sind, das Sie entfernen möchten. Sie können TinkerTool System diese anderen Dateien und Ordner ebenso entfernen lassen, wodurch der gesamte Computer bereinigt wird. Es gibt konkret vier Löschungsstärken, zwischen denen Sie wählen können:

  1. Sie können die Suche auf Komponenten begrenzen, die nur für Ihren eigenen Benutzer-Account angelegt wurden.
  2. Sie können nach Komponenten suchen, die für „computerweite“ Nutzung durch alle Benutzer des lokalen Computers installiert wurden, zusätzlich zu den persönlichen Elementen für Ihren Benutzer-Account.
  3. Sie können nach Komponenten suchen, die als persönliche Elemente für alle Benutzer-Accounts auf dem lokalen Computer installiert wurden, inklusive der Komponenten, die für computerweite Nutzung angelegt wurden.
  4. Sie können zusätzlich Elemente einschließen, die für „netzweite“ Verwendung installiert wurden. Dies ist nützlich, wenn Sie einen zentralen Softwareverteilungsserver und die Managementfunktionen von Mac OS X Server einsetzen, die Daten in den Ordnern Netzwerk > Programme (/Network/Applications) und Netzwerk > Library (/Network/Library) ablegen.

Attention Falls Sie die Löschungsstärken (3) oder (4) verwenden, erlaubt Ihnen TinkerTool System, Dateien und Ordner zu löschen, die anderen Benutzern gehören. Dies ist eine gefährliche Auswahl, die nur von erfahrenen Systemverwaltern benutzt werden sollte. Bitte prüfen Sie jedes Objekt sorgfältig, bevor Sie es tatsächlich löschen.

Attention Es gibt Programme, die vollständig verbergen, wo und wie sie Daten oder Dokumente speichern, die Sie mit solch einem Programm anlegen („shoebox apps“). Andere Programme geben Ihnen möglicherweise die Gelegenheit, selbst Dateinamen für Dokumente zu wählen, verwenden aber ebenso ihre eigene private Ablage, um die Dateien zu speichern. Bitte berücksichtigen Sie, dass die Benutzerdokumente solcher Programme mit entfernt werden, wenn Sie eine Deinstallation durchführen.

Bevor irgendein Objekt entfernt wird, wird jedes betroffene Element von TinkerTool System aufgelistet. Sie können dann für jedes einzelne Objekt entscheiden, ob Sie es tatsächlich entfernen möchten oder nicht. Führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Deinstallationsassistent auf der Einstellungskarte Programme.
  2. Ziehen Sie das Symbol des Programms, das Sie entfernen möchten, vom Finder in das Feld Zu entfernendes Programm oder Softwarekomponente auswählen. Sie können auch den Knopf […] drücken, um zum Objekt zu navigieren oder auf die weiße Fläche klicken und den UNIX-Pfad des Objektes eingeben. Sie können ebenso TinkerTool System nach Kandidaten suchen lassen, wie es im obigen Abschnitt erläutert wurde.
  3. Falls ein Programm ausgewählt wurde, müssen Sie zwischen einer der vier oben erwähnten Löschungsstärken auswählen, indem Sie die Knöpfe bei Löschungsstärke betätigen.
  4. Drücken Sie den Knopf Entfernung vorbereiten ….

Beachten Sie, dass jetzt noch nichts entfernt wird. TinkerTool System analysiert grundsätzlich erst Ihre Auswahl und zeigt die Elemente an, die betroffen sein würden. Das Programm beginnt die Suche nach Objekten, nachdem Sie den Knopf Entfernung vorbereiten gedrückt haben. Sie können die Suche jederzeit unterbrechen und abbrechen, indem Sie den STOP-Knopf drücken, der während des Suchvorgangs angezeigt wird. Beachten Sie, dass eine Suche mehrere Minuten dauern kann, falls Ihr Computer oder das Netzwerk viele Benutzer-Accounts beherbergen und Sie eine der Löschungsstärken ausgewählt haben, die alle Benutzer betreffen.

Nachdem die Suche zu Ende ist, werden alle Kandidaten für die mögliche Entfernung in einer Tabelle aufgelistet. Die Tabelle enthält die folgenden Spalten:

Die Gesamtzahl ausgewählter Objekte und der Gesamtspeicherplatz werden rechts unterhalb der Tabelle angegeben. Die beiden Knöpfe in der linken Ecke lassen Sie auswählen,

TinkerTool System erlaubt es Ihnen nicht, die Sicherheitsfunktionen von Mac OS X zu umgehen. Obwohl Ihnen dieses Feature gestattet, Objekte zu löschen, die anderen Benutzern gehören, kann dies nicht ausgenutzt werden, um die Inhalte privater Dateien auszuspionieren. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, Detailinformationen über Dateien abzurufen, die weder Ihnen, noch dem Betriebssystem gehören. Ebenso können Objekte nicht in den Papierkorb geworfen werden, auf die Sie keinen Zugriff haben.

Die ausgewählten Objekte werden entfernt, sobald Sie den Knopf Entfernen drücken. Alle Objekte bleiben unberührt, wenn Sie den Knopf Abbrechen verwenden.

TinkerTool System erstellt automatisch einen detaillierten Bericht über die Komponenten, die Sie entfernen. Er wird während und nach dem Entfernungsvorgang angezeigt. Nach Abschluss des Vorgangs können Sie den Bericht entweder in eine Textdatei sichern oder ihn durch Drücken der entsprechenden Knöpfe im Berichtsdialogfenster ausdrucken.

Die Liste der zur Löschung vorgeschlagenen Objekte wird nach Apples Richtlinien für Mac OS X-Softwaredesign berechnet. Beachten Sie, dass einige wenige Programme sich möglicherweise nicht voll an diese Richtlinien halten. In diesem Fall ist die Liste der Löschungskandidaten unvollständig. Das heißt, es könnte Objekte geben, die von dem im Mittelpunkt stehenden Programm angelegt wurden, die aber in der Liste fehlen. Es könnte auch passieren (dies ist allerdings sehr unwahrscheinlich), dass Objekte in der Liste enthalten sind, die gar nicht vom ausgewählten Programm angelegt worden sind, so dass sie nicht gelöscht werden sollten. Bitte prüfen Sie jedes Objekt sorgfältig, bevor Sie die Entfernungsfunktion nutzen.

Wenn Sie ein Programm entfernen, das in die Liste Ihrer Anmeldeobjekte eingetragen ist, wird es auch von dort entfernt, ohne dass dies in der Liste der Löschungskandidaten erwähnt wird. Aus technischen Gründen ist diese Bereinigung auf den aktuellen Benutzer beschränkt, auch wenn Sie eine Löschungsstärke eingestellt haben, die alle Benutzer umfasst.

TinkerTool System enthält mehrere Sicherheitsfunktionen, die es nicht zulassen, dass wichtige Teile des Systems entfernt werden. Sie können keine Komponenten entfernen, die offizieller Bestandteil von Mac OS X sind. Sie können auch keine Programme entfernen, die gegenwärtig auf dem lokalen Computer laufen.

Attention Sie sollten diese Funktion niemals für Softwarekomponenten nutzen, die nicht über einen Ziehen-und-Ablegen-Vorgang installiert wurden. Programme, die mit einem eigenen Installationsprogramm geliefert wurden oder das Installationsprogramm von Mac OS X verwendet haben, wozu auch Apps aus dem Mac App Store gehören, hatten üblicherweise einen technischen Grund dafür. In diesem Fall ist es sehr wahrscheinlich, dass mehr als die üblichen Komponenten auf dem System installiert wurden, so dass diese nicht den Regeln für in sich abgeschlossene Programme folgen. Der Deinstallationsassistent ist für diesen Fall nicht ausgelegt. Sie sollten solche Programme nur nach den Anweisungen ihrer Hersteller entfernen.

Falls Sie Mac OS X Lion oder höher verwenden, sollten Apps, die im Mac App Store gekauft wurden, mit dem Programm Launchpad entfernt werden, das Teil des Betriebssystems ist.

Code-Ausdünnung

Alle Versionen von Mac OS X unterstützen ein Dateiformat, das es Computersoftware erlaubt, mehr als einen Prozessortyp zu unterstützen. Zum Beispiel kann ein Programm Code-Unterstützung für G3- und G4-PowerPC-Prozessoren enthalten, eine optimierte 64-Bit-Version für den G5-Prozessor und außerdem Unterstützung für 32- und 64-Bit-Intel-Prozessoren, die bei allen neueren Macintosh-Systemen zum Einsatz kommen. Softwarekomponenten, die mehrere Prozessorarchitekturen innerhalb einer einzigen Datei unterstützen, werden „fett“ genannt. Komponenten, die sowohl PowerPC- als auch Intel-Chips unterstützen, werden manchmal auch als „Universal“ bezeichnet. TinkerTool System erlaubt es Ihnen, nach Auswahl Unterstützung für Prozessorarchitekturen zu entfernen, die Sie in Ihrer Umgebung nicht wirklich brauchen, ein Vorgang der Ausdünnung genannt wird. Sie können beispielsweise Unterstützung für alle PowerPC-Prozessorbaureihen aus einem gegebenen Programm entfernen, da dies mit Mac OS X 10.6 oder später nicht mehr gebraucht wird.

Code-Ausdünnung
Code-Ausdünnung

Das Ausdünnen einer Softwarekomponente reduziert den Plattenplatzbedarf, der zu deren Speicherung notwendig ist. Sie sollten allerdings berücksichtigen, dass Sie etwas an Flexibilität verlieren, wenn Sie ein Programm ausdünnen: Sie können das Programm nicht mehr länger auf jedes Macintosh-System übertragen, sondern nur noch auf solche, die die gleiche Prozessorarchitektur verwenden. Ebenso wäre es eine schlechte Idee, Komponenten auf einem gemeinsam benutzten Netzwerk-Dateiserver auszudünnen, auf den von Client-Computern mit unterschiedlichen Prozessortypen zugegriffen wird.

Sie sollten ebenfalls nicht den Plattenspeicherbedarf überschätzen, den Sie einsparen werden. Der Maschinencode, der in einem Softwareprodukt enthalten ist, stellt üblicherweise nur einen kleinen Teil dieses Produktes dar. Der größte Speicherbedarf entsteht typischerweise durch die Ressourcen des Programms, wie Bild- und Tondateien, Referenzhandbücher oder Beispieldokumente. Falls Sie also eine CPU-Architektur in einem Zwei-Architektur-Produkt entfernen, können Sie niemals erwarten, 50% einzusparen.

TinkerTool System kann die Architekturen anzeigen, die in einer bestimmten Komponente enthalten sind. Es kann außerdem im Voraus den Speicherplatz berechnen, den Sie einsparen werden, bevor die eigentlich Ausdünnungsoperation durchgeführt wird. Um eine bestimmte Komponente zu testen, führen Sie die folgenden Schritte durch:

  1. Wählen Sie den Karteireiter Code-Ausdünnung auf der Einstellungskarte Programme.
  2. Ziehen Sie die Softwarekomponente, die Sie überprüfen lassen möchten, in die Tabelle. Sie können auch den Knopf [+] drücken, um zum Objekt zu navigieren oder den Knopf mit dem Vergrößerungsglas betätigen, um TinkerTool System automatisch nach Kandidaten suchen zu lassen, wie zu Beginn dieses Kapitels erläutert.

Nachdem ein Punkt in die Tabelle eingefügt wurde, analysiert TinkerTool System automatisch, ob es möglich und nützlich ist, Codeteile auszudünnen. Die Ergebnisse werden nach ein paar Sekunden angezeigt:

Typische Symbole, die in der Spalte Status verwendet werden, sind:

Indem Sie Einträge der Tabelle hinzufügen, wählen Sie diese automatisch für eine spätere Ausdünnungsoperation aus. Sie können gewählte Punkte aus der Tabelle jederzeit entfernen, indem Sie den Knopf [—] betätigen. Um alle Eintrage zu entfernen, drücken Sie den Knopf Alle entfernen.

Falls Sie einen Ordner in die Tabelle ziehen, fügt TinkerTool System automatisch alle Softwarekomponenten hinzu, die es in diesem Ordner und seinen Unterordnern findet. Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern und kann aus technischen Gründen nicht unterbrochen werden.

Die Berechnung, wie viel Speicherplatz durch die Code-Ausdünnung gewonnen wird, basiert auf der aktuell gewählten Liste von Architekturen, die entfernt werden soll, wenn diese vorgefunden werden. Die Liste der Architekturen kann über die Elemente in der linken unteren Ecke des Fensters gesteuert werden, mit dem Kasten Beizubehaltende Prozessorarchitekturen.

Die Architekturen für Ihren aktuellen Computer werden automatisch vor-ausgewählt, wenn Sie die Einstellungskarte zum ersten Mal öffnen. Beachten Sie, dass die Liste bekannter Prozessorarchitekturen Code-Unterstützung für Prozessoren enthalten kann, die von Apple nicht mehr benutzt werden, bzw. in öffentlich von Apple erhältlichen Produkten nicht zu finden ist.

Prozessorarchitekturen
Prozessorarchitekturen

Nachdem die Tabelle alle Objekte enthält, für die Sie eine Code-Ausdünnung durchführen möchten, drücken Sie den Knopf Ausdünnung vorbereiten … in der rechten unteren Ecke des Fensters. Sie müssen keine Punkte aus der Tabelle entfernen, für die TinkerTool System den Ausdünnungsvorgang abgelehnt hat (die Einträge mit der roten Kreuzmarkierung). TinkerTool System übernimmt dies automatisch für Sie und informiert Sie in einem zusätzlichen Dialogfenster, welche Schritte vorgenommen wurden, mit der Bitte um Bestätigung. Ist die endgültige Liste der Einträge vollständig, informiert Sie ein zusammenfassendes Dialogfenster

Das Dialogfenster enthält außerdem zwei wichtige Einstellungsmöglichkeiten:

Es gibt einige Programme, die Drittanbieterverfahren zur Selbstüberprüfung oder Selbstreparatur zusätzlich zu den Codesignatur-Prüfverfahren einsetzen, die von Mac OS X zur Verfügung gestellt werden. Solche Programme verweigern möglicherweise den Start, nachdem diese festgestellt haben, dass sie verändert wurden. Aus diesem Grund kann die Auswahlmöglichkeit für Sicherheitskopien sinnvoll sein. Es liegt in Ihrer eigenen Verantwortung, Sicherheitskopien anzulegen und zu löschen.

Attention Warnung: Sie sollten es vermeiden, das Ausdünnungsverfahren auf Programme anzuwenden, die selber Programmcode erzeugen. Diese Programme könnten ansonsten ihre Fähigkeit verlieren, Code für Macintosh-Systeme mit unterschiedlichen Prozessortypen zu erzeugen. Dies schließt Entwicklerwerkzeuge, Programme, die andere Programme verändern, und Programme, die Installationsprogramme oder selbstentpackende Archive anlegen, mit ein.

Um den eigentlichen Ausdünnungsvorgang durchzuführen, betätigen Sie den Knopf Ausdünnung durchführen im Zusammenfassungsfenster.

Ausdünnung vorbereiten
Ausdünnung vorbereiten

TinkerTool System legt automatisch eine Protokolldatei an, die Ihnen dabei hilft, nachzuverfolgen, welches Programm an welchem Datum ausgedünnt wurde. Das Protokoll wird im Privatordner Ihres aktuellen Benutzer-Accounts abgelegt. Jeder Eintrag im Protokoll enthält die folgenden Punkte:

Um die Protokolleinträge einzusehen, drücken Sie auf den Knopf Verlauf öffnen in der Einstellungskarte. Es erscheint eine Tabelle, die nach jeder ihrer Spalten sortiert werden kann. Das Protokoll kann außerdem auch als reine Textdatei betrachtet, gedruckt oder gesichert werden. Um diese zu öffnen, drücken Sie auf den Knopf In Textform anzeigen im Protokolldialogfenster.

Zugewiesene Dokumente

Als Apple das klassische Macintosh-System entwarf, führten sie eine spezielle Markierung für jede Dokumentendatei ein, den sogenannten Erzeugercode (Creator Code), der verwendet wurde, um zu speichern, welches Programm das jeweilige Dokument angelegt hatte. Durch Auswerten dieser Information beim Doppelklicken einer Datei konnte das System „wissen“, welches das richtige Programm war, um die Datei später zu öffnen. Diese Methode war vor 25 Jahren eine gute Idee, als fast alle Programme ihre eigenen, speziellen Dokumentenformate benutzt haben, so dass man üblicherweise ein bestimmtes Dokument nur mit einem bestimmten Programm öffnen konnte. In späteren Jahren jedoch, als sich genormte Dateiformate entwickelten und es alltäglich wurde, Dokumente mit anderen Benutzern auf anderen Computern auszutauschen, wurde die Strategie, immer solche fest zugewiesenen Programme zu bevorzugen, immer weniger benutzerfreundlich. Wenn beispielsweise ein Dokument per E-Mail an einen anderen Benutzer geschickt wurde, konnte es passieren, dass der empfangende Benutzer möglicherweise mit einer falschen Fehlermeldung konfrontiert wurde, dass diese Datei nicht geöffnet werden kann, falls er nicht die genau gleiche Software auf seinem Computer hatte, die zum Anlegen des Dokuments verwendet wurde.

In den letzten Jahren ist eine neue Technik, die auf sogenannten vereinheitlichten Typbezeichnern (Uniform Type Identifiers, UTIs) basiert, Bestandteil von Mac OS X geworden. Diese Technik erlaubt eine viel feinere Analyse, welches Programm beim Öffnen eines Dokuments bevorzugt werden sollte. Sie passt sich automatisch der installierten Software an und ist in jedem Fall in der Lage, das „beste“ Programm auszuwählen, wobei sowohl Dateityp als auch Erzeugerherkunft jedes Dokuments berücksichtigt werden.

Zugewiesene Dokumente
Zugewiesene Dokumente

Da UTIs von Erzeugercodes höherwertig abgelöst werden, beachtet Mac OS X ab Snow Leopard oder später keine Erzeugercodes mehr, wenn Dokumente geöffnet werden. Möglicherweise sind Sie jedoch immer noch gezwungen, alte Dokumente und Programme zu nutzen, die die modernen Techniken immer noch nicht unterstützen können. In diesem Fall kann die Funktion Zugewiesene Dokumente helfen. Sie imitiert einfach das Verhalten des klassischen Mac OS und bevorzugt den Erzeuger des Dokuments bei der Auswahl des Programms für jede Datei. Führen Sie die folgenden Schritte durch, um Dokumente auf diese Weise zu öffnen:

  1. Öffnen Sie den Karteireiter Zugewiesene Dokumente auf der Einstellungskarte Programme.
  2. Ziehen Sie ein oder mehrere Dokumente aus dem Finder in das Feld Dokument(e) zum Öffnen hierhin ziehen.

TinkerTool System öffnet daraufhin alle Dokumente soweit möglich, wobei Erzeugerinformationen beachtet und bevorzugt werden. Das Ergebnis jedes Vorgangs bei Auswahl und Öffnen wird im Feld Startbericht aufgelistet.