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Betrachten
von Manifestdateien
PrefEdit enthält einen Betrachter für die Einstellungsmanifestdateien
von Mac OS X, der es Ihnen erlaubt, den vollständigen Inhalt eines Manifests
auf benutzerfreundliche Weise anzuzeigen. Es ist nicht notwendig, mit dem
XML-Code oder der rohen Eigenschaftsliste des Manifests zu arbeiten.
Wie in der Einleitung erwähnt, sind Manifestdateien
für gewöhnlich Bestandteil von Programmpaketen, so dass Sie nicht die üblichen
Methoden verwenden können, um zum Ablageort der Datei zu navigieren. Um ein
Manifest zu öffnen, ist es empfehlenswert, wie folgt vorzugehen:
- Wählen Sie das Programm, dessen Manifest Sie öffnen möchten, im Finder
aus, rechts-klicken Sie dann das Programmsymbol und wählen Sie den Punkt
Paketinhalt zeigen aus dem Kontextmenü.
- Im neuen Fenster, das den Inhalt des Paketes zeigt, öffnen Sie den Ordner
Contents, dann dessen Unterordner Resources.
- Suchen Sie die Manifestdatei in diesem Ordner. Sie kann über die Namensregeln,
die in der Einleitung erwähnt wurden, gefunden werden.
- Doppelklicken Sie die Manifestdatei oder ziehen Sie sie auf das Symbol
von PrefEdit. Letzteres ist vorzuziehen, falls es sich bei dem Manifest eigentlich
um einen Ordner mit mehrsprachigen Übersetzungen handelt.
Falls Sie den POSIX-Pfad einer Manifestdatei im Voraus wissen, können Sie
auch die folgende Alternative verwenden:
- Wählen Sie in PrefEdit den Menüpunkt Ablage > Öffnen oder drücken Sie die
Tastenkombination ⌘+O.
- Drücken Sie im Fenster Öffnen die Tastenkombination ⌘+⇧+G um
das herausgleitende Dialogfenster Gehe zum Ordner zu öffnen.
- Geben Sie den Pfad der Manifestdatei in das Feld ein und fahren Sie dann
mit der obenstehenden Anleitung zum Öffnen eines Programmpaketes fort.

PrefEdit öffnet daraufhin ein neues Dokumentenfenster, das den entschlüsselten
Inhalt des Manifests anzeigt. Im Fenster sind die folgenden Elements zu finden:
- Titel und Untertitel des Manifests.
- Name der Standardeinstellungsdomäne, die zu diesem Manifest gehört.
- Die Versionsnummer des Manifests.
- Eine Liste aller Einträge, die in diesem Zusammenhang Manifestschlüssel
genannt werden. Die Schlüssel werden in einer Tabelle mit den folgenden Spalten
aufgelistet:
- Domäne: Die Einstellungsdomäne, auf die sich dieser Eintrag bezieht. Die
Domänenangabe kann sich von der Standarddomäne unterscheiden, falls sich
das Manifest auf mehrere Domänen bezieht.
- Einstellungsschlüssel: Der Name der Einstellung, auf den
sich dieser Eintrag bezieht.
- Titel: Eine kurze Textbeschreibung der Bedeutung dieser
Einstellung.
Nach Auswahl eines Manifestschlüssels in der Tabelle zeigt der untere Teil
des Fensters Detailinformationen über den Schlüssel und dessen zugehöriger
Systemeinstellung:
- Titel und Textbeschreibung der Einstellung.
- Einstellungsdomäne und Eigenschaftsschlüssel (Name) der Einstellung.
- Typ des Wertes der Einstellung.
- Erlaubter Wertebereich für diesen Wert.
- Der Standardwert für diese Einstellung.
- Der sogenannte Wiederholungsbereich. Er gibt an, wie oft Elemente für diese
Einstellung wiederholt werden dürfen, wenn der Wert vom Typ Array ist.
- Versionsnummer von Apples MCX-Verwaltungstechnik, mit der dieser Eintrag
genutzt werden soll.
- Informationen, während welcher Ereignisse MCX die vordefinierten verwalteten
Einstellungen aktivieren soll, in Abhängig davon, welche Optionen der Netzverwalter
über das Programm Arbeitsgruppenmanager eingestellt hat. Eine Einstellung
kann entweder mit der Auswahl einmal/oft oder immer definiert
werden. Dies veranlasst MCX, die Benutzereinstellungen während des Anmeldevorgangs
oder bei Systemstart und Abmeldung zu überschreiben.
Einstellungen unterstützen mehrere Datentypen für ihre Wert, unter anderem
Zahl für numerische Werte und Daten für Bytefolgen. Einstellungsmanifeste können
noch genauer angaben, welche Datentypen zu erwarten sind:
- Ganze Zahl beschreibt einen Wert des Typs Zahl,
bei dem nur ganzzahlige Werte erlaubt sind.
- Reelle Zahl beschreibt einen Wert des Typs Zahl,
der eine reelle Zahl enthält.
- URL beschreibt einen Wert des Typs Zeichenfolge,
der
einen gültigen Universal Resource Locator, z.B. einen HTTP-Internet-Link,
enthalten muss.
- Alias beschreibt einen Wert des Typs Daten, der
eine Bytefolge enthalten muss, mit der Mac OS X intern Carbon-Datei-Aliase
speichert.
Falls angegeben, wird der erlaubte Wertebereich einer Einstellung
entweder als Intervall geschrieben, zum Beispiel 2 … 5 (was bedeutet,
dass die Werte 2, 3, 4 oder 5 erlaubt sind), oder als Aufklappmenü, das die
erlaubten Werte Zeile für Zeile aufführt. Sie können das Menü öffnen, um die
komplette Liste anzuschauen. Beachten Sie, dass das Auswählen eines bestimmten
Werts jedoch keinerlei Wirkung hat.
Vereinigungsstrategieschlüssel (Union Policy Keys, UPKs)
PrefEdit kann auch Einträge in Einstellungsmanifesten entschlüsseln, die sich
nicht direkt auf Einstellungen beziehen, sondern die die Strategie beschreiben,
nach der die MCX-Technik vorgehen soll, wenn Einstellungen zu überschreiben
sind, die mit bereits bestehenden Einträgen gemischt werden müssen. Solche
Manifesteinträge werden Vereinigungsstrategieschlüssel oder auf Englisch Union
Policy Keys genannt, was UPK abgekürzt wird.
Eine Vereinigungsstrategie wird von MCX genutzt, um Werte bereits vorhandener
Einstellungen miteinander zu kombieren, während die Verwaltungsaktionen stattfinden.
Es kann ein oder mehrere Eingangseinstellungen geben, deren Namen als Eingangsschlüssel aufgelistet
sind und einen einzigen Ergebniswert (Ausgabeschlüssel), der die
Werte zu einem Array oder Dictionary zusammenfügt.
Falls ein Manifesteintrag eine Vereinigungsstrategie darstellt, erscheint
der Knopf Strategie zeigen … statt des Standardwerts der Einstellung.
Das Betätigen des Knopfes öffnet ein herausgleitendes Detailfenster, das
die Strategie beschreibt:
- Eingangsschüssel listet die Namen der Einstellungen auf, die
als Eingabe für den Zusammenfügungsvorgang dienen.
- Ausgabeschlüssel bezieht sich auf den Namen der Einstellung, die als Ziel
für das Ergebnis der Zusammenfügung zu verwenden ist.
- Ausgabetyp gibt an, ob der Ausgabewert ein Array oder ein Dictionary ist.
- Optionen beschreiben weitere Regeln:
- Ausgabeersetzung heißt, dass der gegenwärtige Wert der Ausgabeeinstellung
komplett überschrieben werden soll
- Duplikatentfernung bedeutet, dass Werte mit dem gleichen
Inhalt entfernt werden sollen, so dass nur noch ein einziges Exemplar
des betroffenen Wertes als Ergebnis der Zusammenfügung übrig bleibt.
