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Befehlszeilenversion verwenden

Wenn Sie Erfahrung mit der Unix-Befehlszeile haben oder Messwerte in Ihren eigenen Skripten verwenden möchten, ist dies möglich. Sie können eine Version des Monitorprogramms verwenden, das keine grafische Benutzerschnittstelle besitzt. Das ausführbare Programm ist im Programmpaket der Anwendung zu finden. Um es aufzurufen, verwenden Sie den folgenden relativen Pfad:

Hardware Monitor.app/Contents/MacOS/hwmonitor

Aufrufparameter von hwmonitor

Die Parametersyntax lautet wie folgt:

hwmonitor [-c | -f | -k] [-ds] [-q] [-th | -tv]

Das Programm gibt nach dem Aufruf die aktuellen Messwerte aller vorgefundenen Sensoren zeilenweise in der Form

Sensorname: Messwert Einheit

aus. Als Sensornamen dienen hierbei Ortsbezeichnungen, die Hardwaremonitor intern verwendet. Falls Sie die Optionen -c, -f oder -k angeben, erzwingen Sie eine Anzeige von Temperaturdaten in Grad Celsius, Grad Fahrenheit, beziehungsweise Kelvin.

Sensoren, die erkannt wurden, aber offline sind, zum Beispiel weil sie Teil eines Gerätes sind, das sich gerade im Ruhezustand befindet, oder weil sie gerade von einem technischen Problem betroffen sind, werden mit einem Wert von „-“ (ein einzelnes Minuszeichen) angezeigt.

Wenn Sie die Option -ds hinzufügen, wird der Zugriff auf S.M.A.R.T.-Festplattensensoren abgeschaltet. Dies kann nützlich sein, wenn Sie das Programm in regelmäßigen Abständen in einem fortlaufendem Skript verwenden, wenn Sie sicherstellen möchten, dass die Festplatten nicht ständig in Betrieb gehalten werden und somit in den Ruhezustand gehen können.

Nach Hinzufügen der Option -q werden Messgrößenbeschreibungen an das Ende jeder Sensorortsbezeichnung angehängt. Dies hilft dabei, zwischen Sensoren auf bestimmten Hardware-Modellen zu unterscheiden, bei denen mehrere physikalische Größen (z.B. Spannung, Strom und Leistung) am gleichen Ort gemessen werden. Die Messgröße wird zwischen eckigen Klammern angegeben. Hier ein Beispiel:

SMC MEMORY VRM SUPPLY A [VOLTAGE]: 1.52344 V
SMC MEMORY VRM SUPPLY A [CURRENT]: 1.23828 A
SMC MEMORY VRM SUPPLY A [POWER]: 1.89062 W

Das Befehlszeilenprogramm verwendet die folgenden Bezeichnungen für die einzelnen Größen:

Bezeichner Bedeutung
TEMPERATURE Temperatur
VOLTAGE Spannung
CURRENT Strom
POWER Leistung
CAPACITY Kapazität
RPMS Umdrehungen pro Minute
PULSE WIDTH Tastverhältnis in Prozent bei Pulsbreitenmodulierung
LIGHT photometrischer Wert für einfallendes Licht
LOAD Last in Prozent
MEMORY SIZE Speichergröße
STATUS logischer Status (0 = nein, 1 = ja)
COUNTER Zählerwert
FREQUENCY Frequenz
DISCONNECTED Sensor ist zurzeit offline

Die Optionen mit dem Anfangsbuchstaben „t“ können verwendet werden, um eine Tabelle im CSV-Format (Comma-Separated Values, durch Kommata getrennte Werte) zu erzeugen. CSV ist ein Industriestandard, der es erlaubt, Daten in fast jede Datenbank- oder ein Tabellenkalkulationsprogramm zu importieren.

Die Option -th erzeugt eine Überschriftenzeile, die alle Sensornamen auflistet. Die Option -tv erzeugt eine Zeile mit Werten für die Tabelle, wobei alle aktuellen Messdaten ausgegeben werden, wie es die Überschriftenzeile vorgibt. Einheiten werden weggelassen. Die erste Zeile der Tabelle enthält Datum und Uhrzeit in einem Format, das sich an die internationalen ISO-Normen hält.

Ähnlich wie beim Vollprogramm benötigt hwmonitor einen Lizenzschlüssel um ohne Einschränkungen zu laufen, damit alle Sensoren, nicht nur Temperaturwerte angezeigt werden. Die Befehlszeilenversion verwendet automatisch den Schlüssel des Hauptprogramms nachdem dieser eingegeben wurde. Es wird empfohlen, das Programm mit der Option Aktivieren für: Alle Benutzer dieses Computers freizuschalten.

Fehlermeldungen und Rückgabewerte

Bei Problemen geben die Programme Fehlermeldungen auf dem Standardfehlerkanal aus. Bei Beendigung verwendet die Programme die folgenden Rückgabewerte:

Einfaches Beispiel: Erzeugen eines „endlosen“ Werteverlaufs in einer CSV-Datei

Das folgende Skript zeigt ein sehr einfaches Beispiel, wie man die Befehlszeilenversion von Hardwaremonitor dazu verwenden kann, alle Werte aller Sensoren mit einer Zeitauflösung von einer Minute in einer CSV-Datenbankdatei aufzuzeichnen. Mithilfe dieser Technik können Sie die Beschränkung der Langzeitverläufe in Hardwaremonitor auf eine Woche umgehen, und so eine „unendliche“ Verlaufsdatei erzeugen. Beachten Sie, dass diese Lösung extrem vereinfacht ist und nur das Grundprinzip umreißen soll. Das Skript muss an Ihre speziellen Bedürfnisse angepasst werden und sollte in der Praxis eleganter sein. Zum Beispiel sollte es die ganze Verlaufsdatei nicht einfach löschen wenn das Skript angehalten und dann neu gestartet wird.

#!/bin/sh
cd /ExamplePath/HardwareMonitor.app/Contents/MacOS/
./hwmonitor -th > /Some/Document/Path/HistoryData.csv
while true
do
        ./hwmonitor -tv >> /Some/Document/Path/HistoryData.csv
        /bin/sleep 60
done