Start

Steuerung externer alphanumerischer Anzeigen

In einigen Situationen reicht es möglicherweise nicht aus, Ihr System über einen angeschlossenen Monitor oder aus der Ferne über das Netzwerk zu überwachen. Es kann sinnvoll sein, Überwachungsmöglichkeiten direkt am Computergehäuse zu haben, besonders wenn das System gar nicht mit einem Monitor ausgerüstet ist. Server, die in einer „headless“ Konfiguration laufen, d.h. ohne angeschlossenen Monitor, sind ein gutes Beispiel.

Für diese Art der Konfiguration kann Hardwaremonitor Ablesewerte auch auf eine externe alphanumerische Flüssigkristallanzeige (LCD) senden, die über eine USB-Schnittstelle an den Computer angeschlossen ist. Ein Beispiel ist im folgenden Foto zu sehen:

Ausgabebeispiel LC-Anzeige
Ausgabebeispiel LC-Anzeige

Ergänzend zu gesammelten Messwerten von Sensoren und Sonden erlaubt Ihnen Hardwaremonitor auch, weitere Daten für die Ausgabe vorzusehen, z.B. die aktuelle Uhrzeit oder die IP-Adresse eines bestimmten Netzwerkanschlusses. Das Beispiel oben zeigt Datum und Uhrzeit, eine Balkengrafik für die Last auf 4 Prozessorkernen, einen Leistungswert und eine ausgewählte Temperatur, den S.M.A.R.T.-Status der Festplatte und ihre Temperatur, sowie die Umdrehungszahl des Hauptlüfters. Der Inhalt des Displays wird in der gleichen Häufigkeit aktualisiert wie alle anderen Ausgabekanäle von Hardwaremonitor.

Hardwaremonitor unterstützt ausschließlich die folgende Hardware-Ausrüstung:

Für den Anschluss dieser Lösungen ist es nicht notwendig, zusätzliche Gerätetreiber zu installieren.

Wir können keinerlei Fragen über diese Hardwarekomponenten oder deren Vertrieb beantworten. Diese Produkte werden von uns weder beworben, noch verkauft. Falls Sie Ihr eigenes LCD-Modul bauen oder zusammenstellen möchten, wenden Sie sich zu Fragen bitte an die folgenden Webseiten bezüglich Dokumentation oder Kontaktinformationen:

https://www.codemercs.com/
https://www.crystalfontz.com/

Informationen über Produkte, die nicht von uns hergestellt werden, oder über die Webauftritte von Drittanbietern werden von uns ausschließlich zu Referenzzwecken genannt und stellen weder eine Empfehlung noch eine Zustimmung dar. Bitte wenden Sie sich an die jeweiligen Anbieter, um weitere Informationen zu erhalten. Wir stellen unseren Kunden diese Daten nur zur Arbeitserleichterung zur Verfügung. Die Informationen der Drittanbieter sind von uns weder überprüft, noch machen wir jegliche Äußerungen bezüglich deren Genauigkeit oder Zuverlässigkeit. Die Verwendung von Informationen oder Produkten aus dem Internet birgt Risiken, für die wir keine Verantwortung übernehmen können. Wir weisen darauf hin, dass Webauftritte von Drittanbietern nicht mit uns in Zusammenhang stehen und wir keinen Einfluss auf deren Inhalte haben.

Das Einrichten von Anzeigemodulen

Die Konfiguration einer externen LCD-Einheit ist sehr leicht und kann über simple Verschiebeoperationen mit der Maus vorgenommen werden.

  1. Verbinden Sie eine oder mehrere LCD-Einheiten über die USB-Schnittstelle mit Ihrem Computer.
  2. Starten Sie Hardwaremonitor, öffnen Sie das Fenster Einstellungen und gehen Sie in den Bereich LCD-Modul.
  3. Alle erkannten USB-Einheiten werden in der kleinen Tabelle im oberen Bereich des Fensters angezeigt. Um auszuwählen, welcher Typ von LCD mit welcher USB-Einheit verbunden ist, klicken Sie auf eine Zeile in der Tabelle und verwenden Sie dann das Aufklappmenü LCD-Typ für ausgewähltes USB-Gerät einstellen um anzugeben, wie viele Zeilen und Spalten auf der LCD-Anzeige verfügbar sind. Der Knopf Testen … kann dazu eingesetzt werden, ein Testmuster auf das ausgewählte Display zu senden.

Das LC-Display leuchtet auf, sobald Sie das Typmenü vom Punkt Kein Display auf einen der möglichen Anzeigearten umgeschaltet haben. Die folgenden Testmuster sind verfügbar:

Hinweis: Katakana-Zeichen sind nur in der ursprünglichen Fassung des Hitachi HD44780 LCD-Controllers enthalten. Moderne Versionen des Chips, die in verschiedenen Regionen der Welt verkauft werden, enthalten möglicherweise andere Zeichenvorräte. Eventuell sehen Sie zum Beispiel europäische Buchstaben mit Akzenten oder kyrillische Zeichen statt Katakana, je nach konkreter Implementation der jeweiligen LCD-Einheit.

Falls das ausgewählte LCD-Modul in der Lage ist, zusätzliche Einstellungen per Software zu unterstützen, wird der Knopf LCD-Einstellungen aktiv. Nach dessen Betätigung öffnet sich ein Dialogfenster, in dem Betriebswerte wie Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung oder Anzeigekontrast eingestellt werden können.

Sie können zusätzlich einen „LCD-Schoner“ für jedes angeschlossene LCD-Modul einrichten, der sicherstellt, dass die Anzeige abgeschaltet wird, wenn Ihr Computer für eine bestimmte Zeitdauer nicht benutzt wurde. Wählen Sie das gewünschte Zeitintervall (oder den Wert nie) mit dem Schieberegler bei LCD-Schoner aktivieren aus. Es ist eine praktische Lösung, das gleiche Zeitintervall einzustellen, das Sie für den Bildschirmschoner in Systemeinstellungen definiert haben, aber dies ist nicht notwendigerweise erforderlich.

Die IO-Warrior USB-Steuereinheit benötigt keine Treiber, um von macOS aus benutzbar zu sein. Um dies technisch möglich zu machen, verhält sich die Einheit wie ein Benutzerschnittstellengerät (Human Interface Device, HID), ähnlich wie eine Tastatur oder Maus. Aus diesem Grund interpretiert macOS bestimmte Signale des IO-Warrior als „Benutzeraktivität“, was bewirkt, dass Ihr System keinerlei Ruhezustandsfunktionen mehr automatisch einschaltet, wenn die LCD-Anzeige aktiv ist. Falls Sie den automatischen Ruhezustand für den Bildschirm oder Ihren Computer einsetzen möchten, müssen Sie den LCD-Schoner für das IO-Warrior-Gerät einschalten. In diesem Fall wird die Kommunikation mit dem LCD-Modul nach der eingestellten Zeit gestoppt. Nach diesem Zeitpunkt wird macOS den Datenaustausch mit der Anzeige nicht mehr als aktiver Benutzer fehlinterpretieren und das normale Ruhezustandsintervall wird wie erwartet beginnen. Beachten Sie, dass sich das Gesamtzeitintervall für das Einsetzen des Ruhezustands als Summe aus der LCD-Schoner-Zeit und der Ruhezustandszeit, die Sie in der Karte Energie sparen von Systemeinstellungen konfiguriert haben, berechnet.

Hardwaremonitor Einstellungen: LCD-Modul
Hardwaremonitor Einstellungen: LCD-Modul

Nachdem der Displaytyp eingestellt worden ist, können Sie die unteren Teile des Fensters dazu verwenden, um auszuwählen, welche Ausgabeelemente an die Anzeige gesendet werden sollen. Die linke Tabelle zeigt Ihnen alle Ausgabeelemente, die auf dem lokalen Computer zur Verfügung stehen. Die rechte Tabelle zeigt Ihnen die aktiven Elemente, die im Moment zum Display gesendet werden. Zu Beginn ist die Tabelle auf der rechten Seite leer. Sie können mit der Maus Elemente von der linken zur rechten Tabelle ziehen und so die gewünschte Ausgabe Schritt für Schritt einstellen.

Die ausgewählten Ausgabeelemente erscheinen mit aktuellen Messwerten sofort auf dem Display, wobei das Zeitintervall zur Aktualisierung verwendet wird, dass Sie im Bereich Allgemein des Einstellungsfensters angegeben haben. Die Ausgabe erscheint auch im simulierten Bereich Vorschau in der linken unteren Ecke des Fensters.

Die Ausgabeelemente werden in der Reihenfolge von oben nach unten an das Display gesendet. Sie können die Elemente in der rechten Tabelle durch Verschieben mit der Maus neu anordnen und in eine beliebige gewünschte Reihenfolge bringen. Die folgenden Elemente sind zur Ausgabe auf dem externen Anzeigemodul verfügbar:

Wenn Sie einen Sensor oder eine Sonde zur Ausgabe gewählt haben, können Sie zusätzliche Parameter bei Einstellungen für ausgewähltes Element eingeben:

Es gibt bezüglich der Ausgabeelemente, die Sie wählen, keinerlei Einschränkungen. Sie können zum Beispiel mehrere Textelemente verwenden oder den gleichen Sensorwert zweimal anzeigen, an zwei unterschiedlichen Orten des LC-Displays. Hardwaremonitor warnt Sie nicht, falls Sie mehr Ausgabe erzeugen, als auf das Display passt.

LCD-Module mit einem unbeaufsichtigten Computer verwenden

Es ist notwendig, dass Hardwaremonitor läuft, damit Werte an die externe LCD-Einheit gesendet werden können. Wenn Sie sich allerdings abmelden, wird macOS alle laufenden Programme beenden. Das heißt, Hardwaremonitor wird gestoppt und das Display abgeschaltet. Dies ist nicht hilfreich, wenn Sie einen Server überwachen möchten, der üblicherweise im unbeaufsichtigten Modus läuft, also kein Benutzer am Bildschirm angemeldet ist.

Sie können dieses Problem wie folgt lösen:

  1. Laden Sie ein Exemplar von Hardwaremonitor Remote herunter. Wenn es auf dem gleichen Computer für den gleichen Benutzer läuft, benötigen Sie nur einen Registrierungsschlüssel, um beide Programme nutzen zu dürfen.
    https://www.bresink.com/osx/HardwareMonitorRemote-de.html
  2. Schließen Sie die LCD-Einheit an und verwenden Sie Hardwaremonitor, um die Anzeige einzurichten. Wenn die Ausgabe so wie gewünscht funktioniert, beenden Sie Hardwaremonitor.
  3. Starten Sie Hardwaremonitor Remote auf dem gleichen Computer und Benutzerkonto und verwenden Sie dessen Importfunktion, um die aktuelle LCD-Konfiguration (zusammen mit der aktuellen Sondenkonfiguration falls nötig) aus Hardwaremonitor zu übernehmen. Für weitere Details ziehen Sie bitte das Referenzhandbuch von Hardwaremonitor Remote hinzu.
  4. Starten Sie den Hintergrunddienst von Hardwaremonitor Remote. Das Hintergrundprogramm wird die LCD-Einheit steuern und das Display bleibt eingeschaltet, auch wenn Sie sich abmelden.

Sie können Hardwaremonitor Remote auch dazu konfigurieren, den Hintergrunddienst automatisch während des Starts von macOS mit zu laden. In diesem Fall wird das Display automatisch eingeschaltet, während das Betriebssystem gestartet wird. Es ist nicht notwendig, dass sich ein Benutzer anmeldet.

Das Verbinden und Trennen laufender LCD-Module

Hardwaremonitor und Hardwaremonitor Remote lassen es zu, dass Sie externe LCD-Module anschließen oder vom Computer entfernen, während diese benutzt werden. Die Programme können jedes Modul identifizieren, und stoppen, bzw. starten das Senden von Daten an die jeweilige Einheit, wenn diese vom Computer getrennt, bzw. später wieder verbunden werden.

Attention Warnung: Trotz dieser Funktion erlauben einige Versionen von macOS das Umstecken im laufenden Betrieb nicht! Im schlimmsten Fall kann macOS mit einer Kernel-Panik abstürzen, wenn Sie ein LCD-Gerät mitten während einer laufenden Datenübertragung abziehen. Dies ist ein Problem in den USB-Treibern von macOS, das von Hardwaremonitor nicht verhindert werden kann. Aus diesem Grund wird empfohlen, LCD-Einheiten nur dann abzustecken, nachdem Sie das Programm, das die Einheit steuert, beendet haben.