Start

Starten und Stoppen des Fernüberwachungsdienstes

Das Steuerungsfenster

Sie können den Überwachungsdienst entweder von Hand starten oder dies macOS automatisch für Sie übernehmen lassen, jedes Mal wenn der Computer gestartet wird. In beiden Fällen sollten Sie prüfen, ob die Einstellungen des Programms Ihren Anforderungen entsprechen.

Nach dem Start des Programms erscheint das folgende Steuerungsfenster. Es ist in vier Teile geteilt:

Das Steuerungsfenster von Hardwaremonitor Remote
Das Steuerungsfenster von Hardwaremonitor Remote

Voraussetzungen zur Steuerung des Dienstes

Um den Überwachungsdienst starten oder stoppen zu können, müssen Sie Name und Kennwort eines Benutzerkontos mit Verwaltungsberechtigung kennen. Falls Sie diese Berechtigung nicht haben, fragen Sie den Verwalter des Computers nach weiterer Unterstützung. Verwaltungsrechte werden ebenso zum Ändern aller Einstellungen benötigt, denn diese werden für alle Benutzer dieses Computers wirksam, nicht nur für den aktuellen Benutzer-Account.

Hardwaremonitor Remote ist in die Sicherheitsrichtlinien von macOS vollständig integriert. Das Betriebssystem zeigt automatisch ein Anmeldefenster zur Kennworteingabe an, wenn Hardwaremonitor Remote einen Schritt durchführt, für den dies nötig ist.

Manuelles Starten oder Stoppen des Dienstes

Um den Dienst zu starten, betätigen Sie die Schaltfläche in der oberen linken Ecke des Fensters. Sobald der Dienst läuft, verwandelt sich die Schaltfläche in ein Stoppschild und der neue Betriebszustand wird angezeigt. Um den Dienst anzuhalten, drücken Sie nochmals auf den Knopf.

Alternativ können Sie auch die Menüpunkte Überwachung > Dienst starten, bzw. Überwachung > Dienst stoppen verwenden.

Automatischer Start durch macOS

macOS und Hardwaremonitor Remote versuchen automatisch, den aktuellen Status des Überwachungsdienstes beizubehalten, selbst wenn Sie den Computer neu starten. Das heißt, falls der Dienst beim letzten Mal als Sie den Computer heruntergefahren haben, aktiv war, wird er von macOS automatisch wieder neu gestartet, sobald Sie nächste Mal das System wieder hochfahren. Keine Anmeldung und kein zusätzlicher Benutzereingriff sind erforderlich.

Der Hintergrunddienst läuft unabhängig vom Steuerprogramm. Sie können das Steuerungsfenster von Hardwaremonitor Remote jederzeit verwenden, um den Dienst je nach Bedarf zu starten oder stoppen.

Netzwerkeinstellungen

Den Netzwerkport ändern

Hardwaremonitor Remote verwendet TCP-Kommunikation, um die Daten über das Netz zu übertragen. Es wartet auf einem bestimmten TCP-Kommunikationsport auf eingehende Anfragen. Der Standardport ist 37.037. Sie können einen anderen Port auswählen falls nötig.

Theoretisch können alle Port-Nummern zwischen 1.024 und 65.535 ausgewählt werden. Beachten Sie allerdings, dass macOS bereits bestimmte Ports für seine eigenen Netzwerkdienste verwendet. Sie können keine Ports verwenden, die bereits von einem anderen Dienst belegt sind. Für nähere Informationen über Netzwerkports ziehen Sie bitte die Dokumentation des Betriebssystems hinzu.

Es wird nicht empfohlen einen anderen Port als 37.037 zu verwenden, es sei denn, es gibt ein notwendigen Grund dazu und Sie wissen genau, was Sie tun.

Wenn das Netz zwischen den beiden miteinander verbundenen Computern durch eine oder mehrere Firewalls geschützt wird, denken Sie bitte daran, die Firewalls so einzustellen, dass sie Datenpakete für den ausgewählten Port ohne Filterung durchlassen.

Fortgeschrittene Einstellungen

Der Fernüberwachungsdienst verwendet automatisch die Protokolle IPv4 und IPv6 gleichzeitig, um den Anforderungen moderner Netzwerkumgebungen zu genügen. Falls Sie nicht möchten, dass der Dienst über die Internetprotokollversion 6 angeboten wird, setzen Sie ein Häkchen bei IPv6 abschalten.

Hardwaremonitor Remote verwendet zusätzlich Dienstankündigung über Bonjour, so dass Netzwerkklienten alle Computer, die ferne Sensorüberwachung anbieten, leicht finden und diese mit wenigen Mausklicks verbunden werden können. Falls der Dienst aus Datenschutzgründen nicht so leicht sichtbar sein soll, kann diese Funktion über die Auswahl Dienstankündigung per Bonjour abschalten blockiert werden. Beachten Sie, dass Klienten sich danach manuell per DNS-Name oder IP-Adresse verbinden müssen, sobald Bonjour inaktiv ist.

Künstliche Sensoren verwenden

Seit Version 3.5 von Hardwaremonitor erlaubt es Ihnen das Programm, Softwaresensoren zu definieren, die „Sonden“ genannt werden. Diese können Betriebsdaten des Systems erfassen, z.B. die aktuelle CPU-Auslastung oder den Speicherverbrauch. Sonden müssen im Einstellungsfenster von Hardwaremonitor definiert werden.

Sie können eingerichtete Sonden von Hardwaremonitor in Hardwaremonitor Remote importieren, und damit Netzklienten in die Lage versetzen, auch auf diese Messdaten zuzugreifen. Das Häkchen bei Künstliche Sensoren: Sonden unterstützen schaltet diese Funktion an oder aus. Wenn Sie dies einschalten, importiert Hardwaremonitor Remote automatisch die aktuellen Sondeneinstellungen aus Hardwaremonitor. Die Einstellungen werden aus Ihrem Benutzerkonto auf dem lokalen Computer gelesen. Sie können später auch von Hand eine erneute Aktualisierung der Einstellungen anstoßen, indem Sie den Knopf Von Hardwaremonitor importieren in der gleichen Zeile betätigen. Nach jedem Importvorgang zeigt Hardwaremonitor Remote an, wie viele Sondendefinitionen übernommen wurden. Die neuen Einstellungen werden wirksam, wenn Sie den Überwachungsdienst das nächste Mal starten.

Um sicherzustellen, dass tatsächlich die neueste Version der Sondeneinstellungen übernommen wird, ist es empfehlenswert, Hardwaremonitor zu beenden, bevor Sie die Importfunktion von Hardwaremonitor Remote nutzen.

Externe LCD-Einheiten unterstützen

Ein typischer Einsatzfall für Hardwaremonitor Remote ist ein „kopfloser Server“, d.h. ein Computer, der ohne angeschlossenen Monitor betrieben wird, sondern nur Dienste im Netz oder Internet bereit stellt. Ein solcher Computer kann über eine Netzverbindung hinweg überwacht werden, Sie können aber auch eine externe Anzeige-Einheit über den USB-Port anschließen. (Um mehr über die Unterstützung externer Anzeigemodule zu erfahren, verwenden Sie bitte das Referenzhandbuch von Hardwaremonitor.) Der Hintergrunddienst von Hardwaremonitor Remote kann solche Geräte auf Wunsch zusätzlich steuern und Messwerte auf das Display schicken, egal ob gerade ein Benutzer angemeldet ist oder nicht.

Die externe LCD-Box muss im Einstellungsfenster von Hardwaremonitor eingerichtet worden sein, bevor sie in Hardwaremonitor Remote verwendet werden kann. Um den Überwachungsdienst alle konfigurierten LCD-Einheiten steuern zu lassen, setzen Sie ein Häkchen bei LCD-Einheiten unterstützen. Hardwaremonitor Remote importiert dann alle aktuellen Gerätedefinitionen aus Hardwaremonitor. Die Einstellungen werden aus Ihrem Benutzerkonto auf dem lokalen Computer gelesen. Sie können später auch von Hand eine erneute Aktualisierung der Einstellungen anstoßen, indem Sie den Knopf Von Hardwaremonitor importieren in der gleichen Zeile betätigen. Nach jedem Importvorgang zeigt Hardwaremonitor Remote an, wie viele Definitionen von LCD-Modulen übernommen wurden. Die neuen Einstellungen werden wirksam, wenn Sie den Überwachungsdienst das nächste Mal starten.

Um sicherzustellen, dass tatsächlich die neueste Version der Definition externer Anzeigemodule übernommen wird, ist es empfehlenswert, Hardwaremonitor zu beenden, bevor Sie die Importfunktion von Hardwaremonitor Remote nutzen.

Sie können zusätzliche Einstellungen vornehmen, in welchem Zeitintervall die Anzeigen aktualisiert werden sollen, und welche Temperatureinheit zu verwenden ist, wenn Messwerte von Temperatursensoren auf der LCD-Anzeige auszugeben sind. Verwenden Sie das Klappmenü Temperatureinheit und den Schieberegler Aktualisierungsintervall, um die gewünschten Einstellungen vorzunehmen.

Sie sollten Hardwaremonitor und den Überwachungsdienst von Hardwaremonitor Remote nicht zur gleichen Zeit das gleiche LCD-Modul steuern lassen. Obwohl die Programme so entwickelt wurden, dass eine Zerstörung des Anzeigeinhalts hierbei vermieden wird, können unvorhersagbare Ergebnisse auftreten. Der gleichzeitige Zugriff auf LCD-Boxen aus mehreren Programmen heraus wird nicht unterstützt.

Einstellen von Vorgaben für den Fernüberwachungsdienst

Falls Ihre Computer Festplatten mit S.M.A.R.T.-Temperatursensoren beinhaltet, wird der Überwachungsdienst auch für diese Sensoren Messwerte aufzeichnen. Dies kann unerwünschte Nebenwirkungen haben, da die Übertragung von Diagnosedaten der Festplatten die Datenübertragung ihrer normalen Anwenderdaten verlangsamen kann. Außerdem interpretiert die Energiesparfunktion von macOS die Übertragung der Diagnosedaten als reguläre Nutzung der Platten, so dass die Platten und der Computer möglicherweise nicht mehr in den Ruhezustand gehen.

Um diese Probleme zu vermeiden, werden die S.M.A.R.T.-Temperatursensoren nicht so oft abgefragt wie andere Sensoren. Sie können den minimalen Zeitabstand für den Zugriff auf S.M.A.R.T.-Sensoren mit dem Schieberegler Aktualisierungsintervall am unteren Rand des Fensters ändern. Hardwaremonitor Remote warnt außerdem, wenn es einen möglichen Konflikt zwischen dieser Einstellung und Ihren Energiespareinstellungen gibt. Verwenden Sie in diesem Fall ein größeres Aktualisierungsintervall.

Die neuen Einstellungen werden wirksam, wenn Sie den Überwachungsdienst das nächste Mal starten.

Ruhezustand und Netzwerkfehler

Die Datenübertragung zwischen dem fernen, überwachten Computer und dem überwachenden Computer wird automatisch gestoppt, wenn einer der beteiligten Rechner in den Ruhezustand geht oder ein Kommunikationsproblem im Netzwerk auftritt. In diesem Fall lösen beide Seiten automatisch die Fernverbindung, ohne dass negative Nebenwirkungen auftreten. Falls der Computer, auf dem der Fernüberwachungsdienst läuft, später wieder seine normale Arbeit aufnimmt, wird der Dienst ebenso automatisch weiterlaufen. Kein zusätzlicher Eingriff ist nötig. Beachten Sie allerdings, dass der andere (überwachende) Computer nicht versucht, sich wieder automatisch zu verbinden, wenn der überwachte Computer aus dem Ruhezustand erwacht. Falls der überwachende Computer dagegen aus dem Ruhezustand erwacht, wird er sich automatisch wieder verbinden.

Problembehebung

Es gibt einige spezielle Situationen, die durch Betriebssystemprobleme hervorgerufen werden, in denen es möglicherweise dazu kommt, dass Hardwaremonitor Remote den Überwachungsdienst nicht starten oder stoppen kann.

Sie können den Hintergrunddienst nicht starten: Die typische Ursache dieses Problems liegt darin, dass macOS dem Programm nicht erlaubt, den angegebenen Netzwerkport zu nutzen. Entweder gibt es einen Konflikt mit einem anderen Programm, das den gleichen Port für sich beansprucht, oder macOS hält den Port aufgrund eines Problems in einer früheren Sitzung von Hardwaremonitor Remote gesperrt. Letzteres kann auftreten, wenn Sie den Überwachungsdienst gestoppt haben während noch einige Netzklienten aktive Verbindungen zu ihm aufgebaut hatten. Versuchen Sie in diesem Fall eine der folgenden Lösungsmöglichkeiten: