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NFS ManagerWichtige technische Hinweise

Wenn Sie einen Mac OS X-Server verwenden, um Privatordner von Nutzern freizugeben, kann ein Benutzer, der Mac OS X als Klient für den Privatordner verwendet, von schleichender Zerstörung der Adressbuch-Datenbank oder dem kompletten Verlust dieser Datenbank betroffen sein: Falls Sie einen Mac OS X-Computer dazu konfiguriert haben, Privatordner von Netzwerkanwendern („Home Directories“) im Netz anzubieten und Benutzer auf Client-Computern beim Zugriff auf ihre Privatordner eine Version von Mac OS X verwenden, die höher ist, als die des Servers, kann die Server-Version von Spotlight die Adressbücher der Benutzer schwer beschädigen. (Beispielsweise wenn auf dem Server Mac OS X 10.6 Snow Leopard läuft und auf dem Klienten Mac OS X 10.7 Lion). Dies kann zu schleichender Zerstörung von Einträgen im Adressbuch bis hin zum Totalverlust der kompletten Adressdatenbank führen. Adressbuchdienstklienten, wie z.B. die Programme Mail, iCal, Safari oder die Mac OS X-Rechtschreibprüfung können als Folge davon ebenso ausfallen und hierdurch hängen oder abstürzen.

Abhilfe: Apple ist dieses Problem seit sehr langer Zeit bekannt. Das Problem betrifft alle Dateiserverprotokolle (wie AFP, NFS oder SMB). Es gibt zurzeit keine bekannte Abhilfe. Apple stellt keine Informationen darüber bereit, ob und wann dieser Fehler behoben werden wird.


Wenn Sie den Befehl nfsstat von Mac OS X Lion verwenden, funktionieren die Features zum Anzeigen der Exportstatistik des NFS-Servers und der aktuellen Liste der zugreifenden Benutzer nicht: Falls Sie auf Serverstatistiken eines NFS-Servers unter Lion auf der Befehlszeile zugreifen möchten, versagen die eingebauten Befehle „nfsstat -e“ und „nfsstat -u“ zur Anzeige von Export- bzw. Benutzer-Daten. Sie zeigen nur die Fehlermeldung „sysctl failed: Bad address“ an.

Abhilfe: Dies ist ein bekannter Fehler von Mac OS X Lion. Apple hat das nfsstat-Programm nicht korrekt von 32 Bit auf den 64-Bit-Betrieb portiert. Verwenden Sie stattdessen die Funktion NFS-Server > Statistik innerhalb von NFS Manager.


Gewisse Programme können Dateien von NFS-Servern nicht öffnen, wenn diese Dateien nicht auch mit NFS angelegt wurden: Wenn Sie eine Macintosh-Datei auf einen NFS-Server ablegen, ohne dabei NFS zu benutzen (z.B. über AppleShare, Windows Sharing oder indem die Datei direkt auf dem Server erzeugt und auf die lokale Platte geschrieben wurde) und diese Datei Macintosh Resource Forks oder erweiterte Finder-Attribute verwendet, kann es später Probleme geben, diese Datei mit NFS zu öffnen. Jedes Dateiserverprotokoll verwendet unterschiedliche Methoden, Forks und Attribute zu verarbeiten. Diese Techniken sind miteinander nicht kompatibel, d.h. Sie können keine fork- oder attributbehaftete Datei mit dem einem Protokoll schreiben und diese dann mit einem anderen Protokoll lesen.

Abhilfe: Sie sollten es vermeiden, verschiedene Dateiserverprotokolle zu mischen, wenn Sie Macintosh-Dateien mit Forks oder Finder-Attributen lesen und schreiben.


Der Finder versagt möglicherweise beim Versuch, einen abgelaufenen Automount wieder zu aktivieren. Stattdessen zeigt er unsinninge Meldungen an: Falls Sie eine automatische Verbindung zu einem NFS-Server definiert haben, diese Verbindung in Benutzung war, dann aber abgelaufen ist, weil auf keine ihrer Dateien seit einer Stunde mehr zugegriffen wurde, ist der Finder eventuell nicht mehr in der Lage, die Verbindung wieder aufzubauen, wenn Sie auf das Symbol des Einblendungspunktes klicken. In diesem Fall erhalten Sie möglicherweise eine falsche Fehlermeldung, z.B. dass Sie einen ungültigen Alias ausgewählt haben, dass das angeklickte Objekt nicht gefunden werden kann, oder dass ein Objekt mit dem Namen „“ nicht mehr verfügbar ist.

Abhilfe: Ein Neustart des Finders hilft möglicherweise, aber nicht immer. Die beste Lösung ist es, NFS Manager zu starten, den betroffenen Eintrag in der Autoaktivierungstabelle auszuwählen und den Knopf Ausgewählte Freigabe jetzt aktivieren zu betätigen. Apple stellt keine Informationen darüber bereit, ob und wann dieser Fehler behoben werden wird.


Der Finder zeigt möglicherweise Objekte auf Dateiservern an, die überhaupt nicht mehr verbunden sind: Unter besonderen Umständen kann der Finder von Mac OS X Dateien und Ordner auf fernen Servern anzeigen, sogar wenn die Verbindung zum Server bereits unterbrochen wurde. Die Objekte sind in Wirklichkeit nicht zugreifbar oder existieren gar nicht mehr.

Abhilfe: Falls dieses Problem bei Ihnen auftritt, betätigen Sie die Tastenkombination ++esc und starten Sie den Finder neu. Apple stellt keine Informationen darüber bereit, ob und wann dieser Fehler behoben werden wird.


Beim Entfernen oder Neudefinieren von Autoaktivierungseinträgen kann es passieren, dass der Automounter von Mac OS X die betroffenen Einträge nicht sofort trennt oder neu verbindet: Wenn Sie mehrfach Änderungen an Autoaktivierungseinträgen vornehmen, wobei geänderte Konfigurationen in schneller Folge gespeichert werden, werden die Änderungen möglicherweise nicht sofort wirksam. Aktive Automounts, deren Einträge entfernt wurden, werden nicht getrennt, sondern bleiben verbunden, geänderte Parameter für aktive Automounts werden nicht beachtet. Beim Auslösen von Automounts über NFS Manager erhalten Sie möglicherweise die Meldung, dass ein unerwartetes Problem aufgetreten ist und dass das Objekt, das am Einblendungspunkt erwartet wurde, nicht gefunden werden konnte.

Abhilfe: Dieser Effekt wird von architekturbedingten Problemen in der Art und Weise, wie die Automounter-Komponenten und die Verzeichnisdienste miteinander kommunizieren und wie sie Daten zwischenspeichern, ausgelöst. Falls Sie den Eindruck haben, dass der Automounter ab einem bestimmten Punkt alle Ihre Änderungen ignoriert, starten Sie das Betriebssystem neu, um zu erzwingen, dass Ihre Änderungen wirksam werden.