NFS Manager 2 (für Altsysteme)
Bekannte Fehler und Probleme
Zu diesem Produkt sind im Moment keine Fehler oder Probleme bekannt.
Wichtige Hinweise
NFS zeigt ernsthafte Probleme mit Mac OS X 10.4.9 und 10.4.10: Die Komponente in Mac OS X, die Carbon-Dateizugriffe oberhalb des zugrundeliegenden Unix-Systems emuliert, arbeitet in 10.4.9 und 10.4.10 nicht richtig. Dies kann Probleme in allen Netzwerk-Dateisystemen verursachen, nicht die das AFP- (AppleShare-)Protokoll verwenden, einschließlich NFS, CIFS/SMB und WebDAV. Die folgenden (und andere) Symptome können auftreten:
- Der Finder und die Dialogfenster zum Öffnen/Sichern zeigen Dateisystemobjekte auf einem Netz-Volume möglicherweise mit falschem Namen an.
- Der Finder und die Dialogfenster zum Öffnen/Sichern zeigen vorübergehend Dateisystemobjekte auf einem Netz-Volume an, die gar nicht mehr vorhanden sind. Wenn Sie solche Objekte anklicken, verschwinden sie sofort.
- Grafische Programme, die Dateisystemobjekte auf ein Netz-Volume speichern, zeigen möglicherweise unerwartete Schreibfehler an, obwohl die Schreiboperation erfolgreich ist.
Nur Programme, die die grafische Benutzerschnittstelle verwenden, sind von diesem Problem betroffen. Programme, die auf der BSD- (Darwin-)Ebene arbeiten, sind nicht betroffen.
Abhilfe: Aktualisieren Sie auf Mac OS X 10.4.11 um das Betriebssystem zu reparieren.
Kerberos wird möglicherweise nicht unterstützt, obwohl Client- und Serveroptionen in NFS Manager sichtbar sind: Obwohl Apple Kerberos-Optionen sowohl für den eingebauten NFS-Klienten als auch den NFS-Server von Mac OS X dokumentiert, haben diese Optionen keinen Effekt. Apple hat die Kerberos-Unterstützung für NFS in allen gegenwärtigen Versionen von Mac OS X abgeschaltet.
Abhilfe: Durch Neukompilieren der NFS-Komponenten von Mac OS X über den Darwin-Quellcode ist es theoretisch möglich, die Kerberos-Unterstützung wieder einzuschalten. NFS Manager kann verwendet werden, um Kerberos-Optionen für Darwin- und Mac OS X-Verzeichnisdienstklienten zu verwalten, bei denen Kerberos-Funktionen im Betriebssystem aktiviert wurden.
Der NetInfo-Speicherungsvorgang schlägt möglicherweise fehl, wenn Sie versuchen, NFS-Freigabedefinitionen für das ganze Startvolume ("/") zu ändern: Wenn Sie das ganze Startvolume (den Ordner mit dem Namen "/") per NFS freigegeben haben und Sie diese Freigabedefinition auf dem lokalen NetInfo-Knoten abgelegt haben und Sie später versuchen, diesen Freigabeeintrag zu ändern, kann das Zurückschreiben der neuen Daten auf NetInfo mit einem "unerwarteten Fehler" fehlschlagen. Das Problem wird durch einen subtilen Defekt in Apples Verzeichnisdienstunterstützung für NetInfo verursacht.
Abhilfe: Verwenden Sie die folgende Anleitung, um die Freigabedefinition für "/" in der lokalen NetInfo-Datenbank zu ändern:
- Wählen Sie die aktuelle Freigabedefinition für "/" in NFS Manager aus.
- Speichern Sie die Definition über den Menüpunkt NFS-Eintrag > Datei exportieren in eine Datei.
- Löschen Sie die Freigabedefinition über den Menüpunkt NFS-Eintrag > Freigabe löschen.
- Laden Sie die Definition über den Menüpunkt NFS-Eintrag > Aus Datei importieren wieder zurück.
- Führen Sie die notwendigen Änderungen durch und drücken Sie den OK-Knopf, um die geänderte Freigabedefinition abzuspeichern.
Apple behebt dieses Problem möglicherweise in zukünftigen Versionen von Mac OS X.
Programme, die auf das Adressbuch zugreifen, lassen sich unter Mac OS X Panther nicht von Benutzern starten, deren privater Ordner auf einem Nicht-Apple-NFS-Server liegt: Wenn Sie Mac OS X 10.3 Panther einsetzen und Ihr privater Ordner auf einem NFS-Dateiserver liegt, der nicht von Apple geliefert wurde, können Probleme auftreten, wenn Sie eine Anwendung starten, die auf das Adressbuch zugreift. Dies betrifft unter anderem die Programme Adressbuch, iChat und Mail. Mac OS X 10.3 verwendet POSIX-Dateisperren, um die Adressdatenbank zu öffnen. Einige NFS-Server sind mit der Implementation von NFS-Dateisperren, die Apple verwendet, nicht kompatibel, so dass die Sperrung fehlschlägt, wodurch das aufrufende Programm hängt.
Abhilfe: Schalten Sie in NFS Manager mit dem Menüpunkt Computer > NFS-Dateisperrung ändern alle Sperrfunktionen ab und starten Sie den Client-Rechner neu. Eine andere Lösung ist es, einen NFS-Dateiserver einzusetzen, der mit der Dateisperrfunktion von Mac OS X 10.3 kompatibel ist. Kompatible Server sind: Darwin 7.0 oder höher, Mac OS X 10.3 oder höher, FreeBSD 5 oder höher. Beachten Sie, dass das Problem auch durch eine Aktualisierung auf Mac OS X Tiger behoben werden kann.
Die Verbindung zu einem Nicht-Apple-NFS-Server wird plötzlich von Mac OS X 10.3 Panther getrennt obwohl sie in Benutzung ist: Wenn Sie Panther benutzen, um auf einen NFS-Dateiserver zuzugreifen, für den die Option Sicheren Kommunikationsport verwenden gesetzt werden muss, kann die Verbindung unerwartet abbrechen, besonders in den folgenden Situationen: viel Verkehr auf dem verbundenen LAN-Segment, Wiederverbinden eines abgelaufenen Automounts, Wiederverbinden nach dem Ruhezustand. Die Dateien, die auf der betroffenen NFS-Freigabe offen waren, können beschädigt werden und alle laufenden Programme, die die Freigabe verwenden, können abstürzen.
Abhilfe: Dies ist ein bekannter Defekt des Mac OS X 10.3-Systemkerns und des Dateisperrdienstes. Apple hat diese Angelegenheit in Mac OS X 10.3.3 korrigiert. Aktualisieren Sie auf Mac OS X 10.3.3 oder höher, um das Problem zu beheben.
Unter bestimmten Umständen lassen sich Eintragungen in der Tabelle NFS-Freigaben nicht mit der Maus auswählen: Wenn Sie NFS-Freigaben definiert haben und sie später ändern möchten, kann es in Einzelfällen passieren, dass das Auswählen eines Tabelleneintrags mit der Maus nicht möglich ist.
Abhilfe: Es handelt sich um einen Fehler in Mac OS X Cocoa im Zusammenhang mit der Speicherung der Breite der Tabellenspalten in Ihren persönlichen Benutzereinstellungen. Um das Problem zu beheben, verändern Sie leicht die Breite des Anzeigefensters und versuchen dann, mit der Maus den linken und rechten Breitentrennstrich der Spalte Optionen in der Tabelle NFS-Freigaben ein wenig zu verschieben. Danach sollte die Tabelle wie erwartet funktionieren.
Manuelle Verbindungen schlagen fehl, wenn der Freigabename ein Leerzeichen oder andere Sonderzeichen enthält: Wenn Sie die Funktion Computer > Manuell verbinden aufrufen und bei Dienst einen Pfad angeben, der ein oder mehrere Leerzeichen enthält, wird die Verbindung ohne weitere Fehlermeldung fehlschlagen.
Abhilfe: Manuelle Verbindungen werden vom Mac OS X Finder verwaltet und der Finder kann momentan keine NFS-Verbindungen verarbeiten, die Leerzeichen oder andere Sonderzeichen enthalten. Dies schlägt genauso fehl, wenn Sie den Menüpunkt Gehe zu > Mit Server verbinden des Finders verwenden. Wir haben Apple auf dieses Problem hingewiesen und hoffen, dass es in zukünftigen Versionen von Mac OS X behoben wird. Als Abhilfe können Sie eine Verbindung mit NFS Manager definieren und diese aktivieren. Sie wird automatisch hergestellt, sobald Sie auf den Einblendungspunkt zugreifen.
Der Zugriff auf einige NFS-Server von Drittanbietern kann ein sehr schlechtes Zeitverhalten bei Schreiboperationen aufweisen: Wenn Sie mit einer Verbindung zu einem Nicht-Apple-NFS-Server arbeiten, kann es passieren, dass Schreiboperationen extrem langsam sind, während die Lesegeschwindigkeit normal ist (typischerweise 8,1 MByte/s bei Verwendung von Fast Ethernet und 36,5 MByte/s bei Gigabit Ethernet).
Abhilfe: Einige NFS-Server erzwingen möglicherweise synchrone Datenübertragung für ihre Klienten. In dieser Betriebsart muss jeder Datentransfer vom Klienten zum Server vom Server bestätigt werden und der Klient wird blockiert, bis der Server die Daten vollständig auf seine Festplatte abgespeichert hat. Je nachdem welches Dateisystem auf dem Server benutzt wird, kann dies zu sehr schlechtem Zeitverhalten beim Schreiben führen. Unter anderem sind NFS-Server mit SuSE-Linux 8.0 oder höher von diesem Problem betroffen. Schalten Sie den Synchronmodus auf dem Server aus, um das Problem zu umgehen. In Linux kann dies beispielsweise durch Hinzufügen der Option "async" zu jedem Freigabeeintrag erreicht werden. Dies schaltet die gewöhnliche asynchrone NFS-Kommunikation ein und die Datenübertragung läuft mit normaler Geschwindigkeit. Beachten Sie allerdings, dass wenn der Server während eines Schreibauftrags von einem NFS-Klienten abstürzt bevor alle übertragenen Daten auf stabilen Speicher kopiert wurden, der Klient nichts von diesem Serverfehler mitbekommt.
Überlagerte Einblendungen (Union mounts) funktionieren eventuell nicht wie erwartet: Wenn ein Union Mount eingerichtet wird (die Verbindung mehrerer Freigaben zum gleichen Einblendungspunkt, der dann als überlagertes Volume erscheint), funktioniert eventuell nicht. Nur die erste Verbindung wird tatsächlich aktiv, alle anderen Einträge, die sich auf den gleichen Mount Point beziehen, werden ignoriert.
Abhilfe: Dies ist ein bekannter Fehler im Automounter von Darwin und es gibt keine Abhilfe. Wir haben Apple auf dieses Problem hingewiesen und hoffen, dass es in zukünftigen Versionen von Mac OS X behoben wird.
Werden Verbindungen aktiviert, wenn bereits Verbindungen in Benutzung sind, kann dies überlagerte Volumes erzeugen und Finder-Probleme verursachen: Liegen aktive Verbindungen zu NFS-Servern vor, die von Programmen genutzt werden und die Funktion "Verbindungen aktivieren" von NFS Manager wird aufgerufen, kann es passieren, dass der Darwin-Automounter Freigaben doppelt verbindet. Dies ergibt ungewünschte Union Mounts, bei denen gleiche Freigaben mehrfach überlagert sind. Der Finder ist nicht in der Lage, diese Situation korrekt zu interpretieren. Alle Dateien und Ordner unterhalb des betroffenen Einblendungspunktes werden als ungültige Netzaliases angezeigt.
Abhilfe: Dies ist ein bekannter Fehler im Automounter von Darwin. Aktualisieren Sie auf Mac OS X 10.3.3 oder höher, um das Problem zu beheben.
NFS Manager unterstützt keine statischen NFS-Verbindungen mehr: NFS Manager 2 hat keine direkte Funktion, um eine statische Verbindung (eine Verbindung zu einem NFS-Server, die fest ist und nicht vom Automounter behandelt wird) einzurichten.
Abhilfe: Seit Mac OS X 10.1 hat Apple mit Absicht statische
Verbindungen in der Standardversion des Systemstarts deaktiviert. Aus diesem
Grund wurde die Unterstützung für statische Verbindungen auch in
NFS Manager entfernt. Benutzer, die darauf angewiesen sind, können das
NFS-Startskript (/System/Library/StartupItems/NFS/NFS) ändern
und statische Verbindungen wieder möglich machen, indem die Option -m
/automount static im Aufruf des Automounters entfernt wird. Ebenso
muss in den Startvorgang des Betriebssystems ein statische Mount-Anweisung
(z.B. /sbin/mount -a -t nfs) eingebaut werden. Wir empfehlen
diesen Schritt nur erfahrenen Unix-Systemadministratoren.
Einige Programme können Dateien von NFS-Servern nicht öffnen, wenn diese Dateien nicht auch mit NFS angelegt wurden: Wenn Sie eine Macintosh-Datei mit Resource Fork auf einen NFS-Server ablegen, ohne dabei NFS zu benutzen (z.B. über AFP-File Sharing, SMB-Windows File Sharing oder indem die Datei direkt auf dem Server erzeugt und auf die lokale Platte geschrieben wird), wird es später Probleme geben, diese Datei mit NFS zu öffnen. Jedes Dateiserverprotokoll verwendet unterschiedliche Methoden, Macintosh Resource Forks zu verarbeiten. Diese Techniken sind miteinander nicht kompatibel, d.h. Sie können keine Datei mit Resource Fork mit einem Protokoll schreiben und diese dann mit einem anderen Protokoll lesen.
Abhilfe: Sie sollten es vermeiden, verschiedene Dateiserverprotokolle zu mischen, wenn Sie Macintosh-Dateien mit Resource Fork lesen und schreiben. Falls das beim gewünschten Ablauf Ihrer Arbeit nicht möglich sein sollte, verwende Sie unser Programm Fork Server Helper, um zwischen verschiedenen Darstellungen von Resource Forks wechseln zu können.
Dateisperren über NFS werden nicht unterstützt: In Abhängigkeit der Betriebssystemversion, die Sie einsetzen, werden eventuell Dateisperren über NFS nicht unterstützt. Dies bezieht sich sowohl auf die Verwendung von Mac OS X als NFS-Klient oder -Server.
Abhilfe: Aktualisieren Sie auf Mac OS X 10.3 oder später, um sicher zu stellen, dass NFS-Dateisperren im Betriebssystem vorgesehen sind. In diesem Fall werden wahlfreie POSIX-Dateisperren über den flock()-Funktionsaufruf auf NFS-Dateisystemen voll unterstützt.
Beim Freigeben eines Volumes, das mit UFS formatiert wurde, können Linux-Systeme auf Dateien zugreifen, jedoch nicht den Inhalt freigegebener Ordner auflisten: Falls Sie ein Volume mit dem UNIX Universal File System (UFS) formatiert haben und Dateien per NFS auf diesem Volume freigeben, können einige Linux-Systeme Probleme haben auf das Volume zuzugreifen. Der Zugriff auf bekannte Dateien funktioniert einwandfrei, aber der Linux-NFS-Klient kann Verzeichnisse auf dem freigegebenen UFS-Volume nicht auflisten. Stattdessen erhält er Fehlermeldungen wie "reading directory x: Input/output error".
Abhilfe: Versuchen Sie als erstes, die Option 32-Bit-Readdir-Cookies für NFSv3-Klienten verwenden für die Freigabe des UFS-Volumes einzuschalten. Falls das nicht helfen sollte, können Sie die NFS-Verbindung auf Version 2 des Protokolls herunterzusetzen, indem Sie zum Beispiel einen Linux-Befehl wie den folgenden verwenden:
mount -o nfsvers=2 macserver:/share /mnt
